Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling

Beate Kiehl, Leiterin der Nienburger Tafel, ist in großer Sorge. Am Jahresende muss die Ausgabestelle in Stolzenau geräumt werden, und Ersatz ist nicht in Sicht. 500 Menschen – Rentner, Familien mit kleinen Kindern, junge Erwachsene – werden im Süden des Kreises Nienburg Monat für Monat mit Lebensmitteln versorgt. Für die Tafel-Chefin ist die Vorstellung, dass sie alle im neuen Jahr vor verschlossenen Türen stehen und keine Alternative in Sicht ist, schlichtweg unerträglich. Natürlich ist es schlimm, dass es in Deutschland überhaupt Tafeln geben muss. Dass es aber in und um Stolzenau niemanden geben soll, der helfen kann, vermag man dann doch nicht zu glauben. Vielleicht geschieht ja aufgrund dieser Zeilen noch ein kleines Weihnachtswunder. Zu erreichen ist Beate Kiehl unter 0 50 21/ 91 50 60. Aber apropos Weihnachten: Dass in gut einer Woche das Fest der Feste sein soll, ist gerade an diesem Wochenende nur schwer vorstellbar. Nass und ungemütlich war‘s am gestrigen Sonnabend. Den Veranstaltern der zahlreichen Weihnachtsmärkte ist wirklich zu wünschen, dass sich das heute ändert. Ob in Marklohe oder Wietzen, Asendorf oder Stolzenau, Drakenburg oder Nienburg – überall sollen die Besucher ein bisschen auf Weihnachten eingestimmt werden. Mit Glühwein oder Punsch, mit Gebasteltem oder Kommerziellem, mit Gedichten oder Liedern. Allerdings: zumindest gestern schienen ohnehin die auswärtigen Weihnachtsmärkte hoch im Kurs zu stehen. In Oldenburg oder Osnabrück, in Quedlinburg oder Rheda-Wiedenbrück. Und in Bremen sowieso. Die Straßen rund um Nienburg waren verdächtig leer, und auch die Innenstadt war für einen Adventssonnabend ungewöhnlich überschaubar. Ob ein vernünftiger Weihnachtsmarkt daran etwas ändern würde? Ich weiß, ich weiß, das Thema ist gefühlt so alt, wie es Menschen auf der Erde gibt. Aber warum soll nicht auch in Nienburg möglich sein, was beispielsweise in Verden wunderbar funktioniert? Eine Innenstadt mit liebevoll geschmückten Weihnachtsbäumen, gemütlicher Beleuchtung und netten Weihnachtsliedern. Mir ist ja nach wie vor nicht klar, warum so etwas nicht auf dem Stahnwall möglich ist. Mit ein paar Buden und einem Winterwald. Und natürlich auch einer Anbindung an den Weihnachtsmarkt der Schausteller.

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Erstellt:
15. Dezember 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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