Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling

Was für ein Traumwetter. Sonne von morgens bis abends. Alle sind gut gelaunt, sitzen mit ihren Nachbarn im Garten oder mit Freunden vor den Bistros in der Innenstadt. Überglücklich sein müssten auch all diejenigen, die für dieses Wochenende irgendwas organisiert haben. Ob Mittelalterfest in Loccum, Landfrauenaktion in Hoya, Jubiläum in Wenden oder Gemeindefest in Landesbergen. Überall im Kreis dürfte heute gut was los sein. Zunächst etwas länger schlafen müssen dagegen diejenigen, die sich dieses Wochenende ausgesucht haben, um zu heiraten. Auch sie konnten es nicht besser treffen. Wie bizarr dagegen die Vorstellung, dass andernorts unzählige Menschen bei strahlendem Sonnenschein gegen die Hochwasserfluten kämpfen. Der Gewerbeverein Heemsen hat beispielsweise wegen des letzten großen Hochwassers gute Kontakte ins sächsische Rochlitz. Dort ist es die kleine unscheinbare Mulde, die die Menschen erneut an den Rand ihrer Kräfte bringt. Andere haben wiederum die kleine Eisdiele in der Altstadt von Hitzacker vor Augen. Auch sie wird der Flut wieder hilflos ausgeliefert sein. Wie glimpflich ist dagegen – toi toi toi – der Landkreis Nienburg davongekommen. Okay, der neue Radweg unterhalb der Weserbrücke ist überflutet und zum Teil auch die Radwege in der Wesermarsch. Doch das dürfte zu verschmerzen sein. Richtig ärgern könnte sich dagegen der ehrenamtliche Sozialberater der Nienburger Arbeiterwohlfahrt. Nicht über das Hochwasser, dafür aber darüber, wie man im Jobcenter in Nienburg mit Menschen umgeht, die im Grunde nur ihr Recht einfordern. Er wird nicht müde, ihnen immer wieder sein Hilfe anzubieten. Ein Auslaufmodell?

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Erstellt:
9. Juni 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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