Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

So langsam tut sich was auf Nienburgs Spargelfeldern. Da es aber gerade in den letzten beiden Nächten noch einmal richtig kalt war, kann auch die dickste Folie nicht verhindern, dass sich das edle Gemüse nach wie vor nur vereinzelt aus den Dämmen heraustraut, also noch weit davon entfernt ist, zentnerweise zu wachsen. Das ist nach Auskunft der Experten allerdings auch völlig normal. Den Nienburger Spargel gebe es selten vor Ende April, alles andere sei eher ungewöhnlich. Dennoch glühten bei den heimischen Spargelanbauern vor gut einer Woche die Telefondrähte. In Kirchdorf war die Spargelsaison eröffnet worden. Mit viel Prominenz und einer Staatssekretärin, die – kleiner Fauxpas – vor versammelter den Nienburger Spargel lobte. Zu essen gab es aber weder den einen noch den anderen. Für die Saisoneröffnung war zentnerweise griechischer Spargel gekauft worden. „Hätte man dann nicht besser den Spargel bei Carsten Bolte in Lichtenhorst kaufen können“, fragten sich Kenner der Szene etwas irritiert. Mehr als verwundert ist man in besagter Szene aber auch noch aus einem anderen Grund: Auf den beiden Schildern vor den Toren der Stadt, die auf die Besonderheiten Nienburgs aufmerksam machen sollen, ist zwar das historische Rathaus, die „Kleine Nienburgerin“ und – natürlich – die Weser zu sehen, den Spargel sucht man allerdings vergebens. Sie fragen sicher nicht nur sich: Wer macht denn in ganz Deutschland Werbung für Nienburg? Wer hat denn dafür gesorgt, dass auch die Kleine Nienburgerin – zumindest als es sie noch gab – im Land herumkam? Und: Wie ist denn wohl das Niedersächsiche Spargelmuseum nach Nienburg gekommen?

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Erstellt:
21. April 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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