Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

„Diese trockene Kälte hat einen Vorteil: man muss nicht kratzen!“ Recht hatte sie, die Wietzenerin, als sie am Freitag gegen Mitternacht die Alte Kapelle in Haßbergen verließ. Bei Vollmond und minus 20 Grad. Mindestens... Von Herzen gegönnt sind diese unwirtlichen Temperaturen all denen, die sich gestern auf den Weg in den Skiurlaub gemacht haben. Mir war dagegen das Gepolter deutlich lieber, das die Schneelawinen verursachten, als sie sich vom Dach des Verlagsgebäudes lösten. Okay, sollte der für heute angekündigte Eisregen auch den Landkreis Nienburg heimsuchen, wäre das natürlich in jedem Fall das größere Übel. Erst recht für alle, die dringend mit dem Auto unterwegs sein müssen. Oder die HamS verteilen. Was die Zeitungsboten und Briefzusteller bei Winter und Wetter auf sich nehmen, können diejenigen, die morgens bei Kaffee und Toast in der warmen Küche sitzen, eh nur erahnen. Wie wenig sich Menschen jedoch vom Wetter beirren lassen, wenn sie sich wirklich für etwas interessieren, wurde am Mittwoch deutlich: Der NABU hatte zu einem Vortrag über den „Mythos Wolf“ ins Naturfreundehaus eingeladen. Und musste noch weitere Stühle heranschleppen, weil so viele gekommen waren. Referent war Wolf-Botschafter Peter Griemberg. Er führte vor Augen, warum das scheue Tier so schaurig heult, verdeutlichte, woran man einen Wolf von einem Hund unterscheidet und kam zu dem Ergebnis: Rotkäppchen lügt! Ein richtiger Wolf würde niemals eine Großmutter verspeisen. Und auch kein Kind. Jedenfalls solange nicht, wie er nicht in Gefangenschaft aufwächst und von Menschenhand gefüttert wird. Irgendwie beruhigend, oder?

Sollte der NABU eines Tages „Rotkäppchen lügt!“-Aufkleber produzieren lassen, lasse ich es Sie gerne wissen. Und bin die Erste, die ihn sich aufs Autos klebt.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
27. Januar 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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