Stefan Schwiersch DH

Stefan Schwiersch DH

Guten Tag!

Bis vor wenigen Jahren war eine Tageszeitung ein reines Printmedium. Mittlerweile aber muss eine Zeitung multi- und crossmedial agieren, um den Anschluss nicht zu verpassen; heute beschäftigt Die Harke zwei Webdesigner, die sich allein um die Online-Aktivitäten der Heimatzeitung kümmern. Längst kann man die Harke als E-Paper abonnieren und am PC oder auf dem Tablet lesen. Ein Service, der immer stärker nachgefragt wird, von immer mehr Abonnenten zusätzlich zur gedruckten Ausgabe bestellt wird; das E-Paper kostet dann nur 3,50 Euro mehr. Doch noch bevorzugt der Großteil der Leser am Frühstückstisch oder auf dem Sofa eine gedruckte Ausgabe, über die das Auge besser wandern kann als über eine Bildschirmseite, eine Ausgabe, die man teilen kann, wenn der eine die Sportseiten und der andere die Anzeigen studieren möchte.

Doch wie sieht die Medienbranche in fünf, zehn oder 20 Jahren aus? Meine Prognose: iPad und Tablets sind nur der Anfang, die Geräte werden dem biegsamen Blatt Papier mittelfristig immer ähnlicher, Zeitung wird in Zukunft immer stärker online verkauft werden. Was bedeutet das für die Harke? Auf lange Sicht eine Änderung des Vertriebsweges. Doch eines – davon bin ich überzeugt – wird sich nicht ändern: Das Interesse der Menschen im Kreis Nienburg an lokalen Nachrichten aus Stadt, Kreis und Sport.

Übrigens: Das Magazin „Newsweek“, eine Legende auf dem US-amerikanischen Zeitschriftenmarkt (obgleich mit 80 Jahren weitaus jünger als die Harke von 1871) erscheint heute letztmals als Printausgabe am Kiosk. Weil die Druckkosten zuletzt die Einnahmen überstiegen, setzt das Magazin ab 2013 nur noch auf den Online-Markt. Stefan Schwiersch

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Erstellt:
31. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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