Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Das Sterben gehört zum Leben dazu. Wie oft haben wir in der zurückliegenden Woche diesen Satz gehört. Aus irgendeinem Grund haben sich gerade in diesem Jahr im Vorfeld des Totensonntags zahlreiche Fernseh- und Radiosender, Zeitungen und Zeitschriften diesem Thema gewidmet. Warum eigentlich? Natürlich gehört das Sterben zum Leben dazu. Und natürlich ist der Tod für viele eine Erlösung. Aber gerade in diesen Tagen müssen ganz viele an die Familie in Hämelhausen denken, die ihr Kind vor kurzem bei einem Brand verloren hat. Und nicht umsonst lädt der Hospizverein in Nienburg alle vier Wochen zu einem sogenannten Trauer-Café ein. Dabei helfen, mit der Trauer umzugehen, kann möglicherweise auch der Besuch einer Veranstaltung, die am 5. Dezember im Gemeindehaus von St. Martin stattfindet: Dr. Martin Kreuels liest aus seinem Buch „17 Jahre wir - Heike ist gegangen“ (siehe Meldung auf Seite 2). Trösten kann aber womöglich ebenfalls, ein e Kerze zum Friedhof zu tragen. Immer mehr Kirchengemeinden gehen dazu über, den Angehörigen, die heute den Weg in den Gottesdienst finden, ein Grablicht auszuhändigen. Dankend angenommen wird sicher auch das Angebot, das die Kirchengemeinde Steyerberg den Trauernden macht. Dort ist heute den ganzen Tag über die Kirche geöffnet (siehe Meldung auf der Südkreis-Seite). Die Kommunen im Landkreis Nienburg achten in diesem Jahr zum ersten Mal darauf, dass die seit 2007 bestehenden Gesetze zum Schutz der stillen Feiertage eingehalten werden. Den Gärtnereien wurde unter Androhung einer Geldbuße untersagt, am Totensonntag Adventsausstellungen zu veranstalten. Sie hatten dafür gestern den ganzen Tag über geöffnet. Heute dürfen sie ihre Geschäfte – wie immer am Sonntag – drei Stunden lang öffnen. Ob bis dahin alle Adventsgestecke weggeräumt sein müssen?

Edda Hagebölling

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Erstellt:
25. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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