Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Die Erleichterung ist groß bei den Anliegern der Hannoverschen Straße. Am Donnerstag hat sich der Bauausschuss der Stadt fast einstimmig dafür ausgesprochen, den Südring zu bauen. Er soll das gleichnamige Gewerbegebiet an die B 6 anbinden. Das letzte Wort hat zwar noch der Stadtrat. Erfahrungsgemäß ist aber nicht damit zu rechnen, dass dort eine andere Entscheidung getroffen wird. Im Gespräch mit der HamS hatten die Bewohner um Erich Rautenberg vor drei, vier Wochen eindrücklich geschildert, welchen Belastungen sie schon seit Jahren ausgesetzt sind. Am Schlimmsten sei es nachts, wenn die leeren Achtachser die leere Straße entlang donnerten, so eine ihrer Schilderungen. Per Leserbrief geäußert hatte sich daraufhin auch ein Anlieger des Berliner Rings. Auch er leidet sehr darunter, dass der ganze Schwerlastverkehr aus und in Richtung Minden an seiner Haustür vorbeirumpelt. Er rief sogar zum gemeinsamen Protest auf. Doch das wird jetzt nicht mehr nötig sein. Der Südring wird sicher kommen. Veranschlagt sind knapp 15 Millionen Euro. In etwa die gleiche Summe ist auch für Nienburgs Ganzjahresbad eingeplant. Auch dort haben Mitte der Woche die Bauarbeiten wieder begonnen. Ein Riesenbagger rammt über 200 Pfähle 15 Meter tief in den Untergrund. Für die umliegenden Bewohner sicherlich nicht so schön. Aber mit dem Ziel vor Augen, in gar nicht ferner Zukunft wieder die Sauna und das Schwimmbad vor der Haustür zu haben, sicher besser auszuhalten. Nur schwer ertragen können dagegen die Menschen, deren Angehörige auf dem Friedhof an der Verdener Straße beerdigt sind, dass dort der Blumenklau wieder zunimmt. „Seit 35 Jahren bringe ich Blumen zum Grab meines Vaters, 33 Jahre lang war auch alles gut. Ich verstehe die Leute einfach nicht, die so etwas machen“, so eine HamS-Leserin.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
18. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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