Benjamin Gleue

Benjamin Gleue

29.10.2012 Von Benjamin Gleue

Guten Tag!

Mein zehnjähriger Nachbarsjunge Jannis arbeitet zurzeit mit großem Eifer an einem Schulprojekt, in dem er seinen Berufswunsch und die dazu gehörenden Arbeits- und Aufgabenfelder vorstellen soll. Er selbst schwankt noch, ob er Fußballprofi oder doch lieber Sportlehrer werden soll.

Nun stand der Knirps am Donnerstagabend mit einem großen Schreibblock in der Hand vor meiner Wohnungstür und bat mich um Hilfe. „Die Mama hat gesagt, du machst auch was mit Sport“, sagte er und wollte wissen, ob ich ihm bei seinem Schulprojekt helfen könne. Na klar, gern berichtete ich von meinem Job und dass ich täglich über verschiedenste Sportarten für Die Harke schreibe und Fotos mache. Jannis notierte sich Stichpunkte. Dabei erinnerte er mich ein wenig an mich selbst, wenn ich in den Sporthallen oder -plätzen im Kreisgebiet mit Kugelschreiber und Block bewaffnet unterwegs bin.

Jannis hat nun einen Plan C. Wenn es mit dem Profi oder dem Sportlehrer nicht klappt, will er ebenfalls Sportjournalist werden. Wie schön, meine Branche sucht immer guten Nachwuchs. Doch zuvor wollte ich wissen, wie er denn auf den Berufswunsch Sportlehrer gekommen sei. Die Frage beantwortete er mit seiner eigenen kindlichen Logik: „Naja, Sport ist mein Lieblingsfach“, sagte er. „Und wenn ich nicht richtig gut bin, kann ich ja kein Profi werden. Als Sportlehrer wäre ich dann ja wie ein Trainer. Und Trainer müssen ja nicht so gut spielen können wie ihre Spieler.“

Benjamin Gleue

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Erstellt:
29. Oktober 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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