Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Alte Menschen, die sich das Leben nehmen, weil sie ihre – verstrahlte – Heimat nicht verlassen wollen, Arbeitslose, die im Kernkraftwerk arbeiten, obwohl die befürchten müssen, an Krebs zu erkranken. Vieh, das jämmerlich verendet ist, weil niemand mehr da war, der es versorgen konnte. Je näher der Tag rückte, an dem sich die Atomkatastrophe von Japan jährte, desto häufiger wurde über das Leben der Menschen in und um Fukushima berichtet. Und auch darüber, wie eng auch in Japan Regierung und Atomkonzern miteinander verwoben sind. Da gibt man eben kurzerhand einem Mitglied der Regierung einen hochdotierten Vorstandsposten, und schon scheinen die Probleme aus dem Wege geräumt. In Hannover wird heute vor dem Opernplatz gegen die Atomenergie demonstriert. Von Nienburg aus machen sich Atomkraftgegner um 11.45 Uhr mit dem Zug auf den Weg in die Landeshauptstadt. Ihr Anliegen unter anderem: Sollte das AKW Grohnde havarieren, läge auch Nienburg in der Evakuierungszone. Und noch eine Gruppe nimmt sich in dieser Woche der Atomproblematik an: Unter dem Motto „Irrwege ohne Ende?“ lädt die Tschernobyl-Initiative anlässlich der Gedenktage zu Fukushima und Tschernobyl (26. April 1986) am Donnerstag ins Nienburger Rathaus ein. Weitaus erfreulicher dagegen der Anlass des Angebotes, das die BUND-Kreisgruppe Nienburg am Freitag allen Interessierten macht. Da sich die „Blenhoster Teiche“ mittlerweile im Besitz der Umweltschützer befinden, besteht die Möglichkeit, das größte Laichgewässer im Landkreis Nienburg zu besuchen und sich bei dieser Gelegenheit auch gleich den Krötentunnel anzusehen, den der Landkreis im vergangenen Jahr in Blenhorst bauen ließ.

Möglicherweise auch ein Termin, den man sich merken sollte.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
11. März 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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