Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Richtig, richtig leid tun konnten einem gestern all diejenigen, die auf einem der zahlreichen Advents- und Weihnachtsmärkte, die an diesem Wochenende stattfinde, Standdienst hatten. Ihnen ist ganz besonders zu wünschen, dass sich das Wetter heute bessert. Deutlich besser dran waren dagegen die Aussteller beim Kunsthandwerkermarkt im Rathaus oder beim adventlichen Markt im Kunsthof. Bei ihnen war es schön warm und trocken. Richtig machen es auch die Organisatoren der Stöckser Dörpwiehnacht. Zumindest der musikalische Teil dieser Veranstaltung findet in der wohltemperierten Alten Schule statt. Gleiches gilt für die Adventsmusiken, zu denen heute zahlreiche Kirchengemeinden einladen. Auch dort ist den Akteuren zu wünschen, dass sie nicht vor leeren Bänken musizieren müssen. Überhaupt keine Sorgen um zu geringes Interesse müssen sich offenbar die Gottesdienste, die in regelmäßigen Abständen an einem Freitagabend stattfinden. Ob „kreuz & quer“ in Bruchhausen-Vilsen oder „Licht in Sicht“ in Wietzen, die Kirchen sind gefüllt wie sonst nur an Weihnachten. Auffällig auch: auch Männer und junge Leute verirren sich zu diesen Veranstaltungen. Liegt es am Thema? Liegt es an den Liedern? Oder liegt es daran, dass man am Freitagabend eine arbeitsreiche Wocher hinter sich lassen und sich aufs Wochenende einstimmen lassen kann? Ein kleiner Hilferuf kam unter der Woche aus dem „Café-Kännchen“ in Wendenborstel. Inhaberin Dora Jürgens war von der Gemeindeverwaltung in Steimbke daran erinnert worden, dass auch sie und ihre Tochter sonntags nur an maximal drei Stunden Blumen oder kleine Mitbringsel verkaufen dürfen. „Ich habe Sorge, unsere Cafégäste könnten glauben, wir hätten‘s nicht mehr nötig“, so die beunruhigte Unternehmerin.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
4. Dezember 2011, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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