Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Sie solle sofort kommen und Sachen für ihren Mann bringen. Der müsse umgehend mit dem Hubschrauber nach Bad Bevensen verlegt werden. Diesen Anruf erhielt die 71-Jährige am Dienstag vergangener Woche aus dem Nienburger Krankenhaus. Am Tag zuvor war ihr Mann dort eingeliefert worden. Zum ersten Mal in seinem Leben. Sachen packen und ins Krankenhaus fahren war eins. Auf der Station angekommen dann die nächste Anweisung: Packen Sie auch die Sachen in seinem Zimmer, aber nach Bad Bevense bringen müssen Sie sie selbst. Mit dem Hubschrauber geht das nicht. Auch kein Problem. Aber wo waren Hörgerät, Handy, Uhr und Portmonee? Bis auf Letzteres fand sich alles später in der Kulturtasche wieder. Nur die Geldbörse blieb verschwunden. Der erlösende Anruf „Das Portmonee ist in Nienburg wieder aufgetaucht“ kam ein, zwei Tage später aus Bad Bevensen. „Als ich in Nienburg vorsprach, um das Fundstück abzuholen, fühlte sich aber gar keiner zuständig“, so die Seniorin. „Zum Glück wollte der junge Mann, den ich schon auf der Station gesehen hatte, gerade Feierabend machen. Er nahm sich der Sache an, händigte mir wenig später die Geldbörse aus“, berichtete sie weiter. Allerdings ohne Inhalt. „Geld weg, EC-Karte weg, Fahrzeugpapiere weg, ich traue mich gar nicht, meinem Mann das zu sagen“, so die Nienburgerin, die noch im Telefonat mit der Harke am Sonntag immer wieder in Tränen ausbrach. Vor Sorge um ihren Mann, aber auch aus Enttäuschung darüber, wie mit ihr umgegangen worden war.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
30. Oktober 2011, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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