Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Nach der überstandenen EHEC-Krise und den Gruselnachrichten des Dioxinskandals können wir doch alle wieder aufatmen, nicht wahr? Bis zum nächsten Eklat. Vielleicht sind es dann verseuchte Möhren, Giftstoffe in Leder-Herrensandalen oder krankheitserregende Chemikalien in Duschgels. Wie dem auch sei, das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat Mitte dieses Monats den Verbraucherschutzbericht 2010 vorgelegt. In der Pressemitteilung hierzu heißt es überzeugend: „Verbraucherinnen und Verbraucher in Niedersachsen können sich darauf verlassen, dass die von ihnen erworbenen Lebensmittel und Bedarfsgegenstände den hohen gesetzlichen Ansprüchen der Lebensmittelsicherheit genügen.“ Doch nur ein paar Zeilen weiter kommt dann doch die Relativierung: „Ob Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Gemüse, Torten und Feingebäck oder alltäglich verwendete Gegenstände wie Badeschuhe, Aufbewahrungsgefäße für Lebensmittel oder Duschbäder aus Ein-Euro-Läden - die weit überwiegende Anzahl der Proben entsprach den Anforderungen des Lebensmittelrechts. Gab es Mängel, wurden Maßnahmen zur Einhaltung und Durchsetzung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften eingeleitet.“ Aha, die „ weit überwiegende Anzahl der Proben“, schreiben die Verfasser. Das lässt Raum für Gedanken. Weiter heißt es: „Schwerpunkte der amtlichen Kontrollen und Probenahmen lagen in 2010 unter anderem auf dem Hygienestatus in den Betrieben, der Kennzeichnung und einer möglichen Belastung von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen mit Schwermetallen. Dies erklärt sich daraus, dass im Bereich der allgemeinen Hygiene unverändert der Großteil mit 58 % aller Verstöße festgestellt wird. In Bezug auf Kinder- und Jugendschmuck bleiben Schwermetalle ein weiter zu beobachtendes Themenfeld.“ Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse und dieser Einschätzungen bleibt zu hoffen, dass die Verfasser des Verbraucherschutzberichtes mit ihrer Einschätzung recht behalten, dass die „erworbenen Lebensmittel und Bedarfsgegenstände den hohen gesetzlichen Ansprüchen der Lebensmittelsicherheit genügen“ - denn wie heißt es so schön: nach dem Skandal ist vor dem Skandal, oder?

Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen

Michael Duensing

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Erstellt:
31. Juli 2011, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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