Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

1. Mai: Einerseits unglaublich, dass das Jahr schon wieder so weit fortgeschritten ist, andererseits aber auch dazu angetan, gut gelaunt zu überlegen, was man mit dem heutigen Sonntag alles anfangen kann. Die klassische Variante ist natürlich, zur Mai-Kundgebung des DGB zu gehen. Weitere Möglichkeiten sind, an der ersten Wirtetour in diesem Jahr teilzunehmen, den Nordkreis mit dem Kaffkieker zu erkunden, im Südkreis an der Maifeier in Großenvörde teilzunehmen oder eine der anderen zahlreichen Veranstaltungen anzusteuern, die heute überall im Kreis stattfinden. Und überall auf gut gelaunte Leute zu treffen. Denn das fällt wirklich auf: der Sonnenschein der letzten Tage und Wochen schlägt sich ohne Frage auf das Gemüt der Menschen nieder. Auch würde mich nicht wundern, wenn die Arztpraxen zurzeit leerer als sonst. Einen Dämpfer erhält die gute Laune allerdings durch die nach wie vor schlimmen Nachrichten aus Fukushima. Und die nicht minder traurigen Botschaften aus Tschernobyl. Seit vielen, vielen Jahren wird man in Nienburg nicht müde, an die Katastrophe in Weißrussland zu erinnern. Mit der Madonna von Tschernobyl auf den Wallanlagen hinter dem ehemaligen Krankenhaus hat Nienburg dem Vernehmen nach sogar das einzige Mahnmal in ganz Deutschland, das an die Opfer dieser Katastrophe erinnert. Dass die Aktiven um Wolfgang Kopf gerade im 25. Jahr nach Tschernobyl Veranstaltungen organisiert haben, die die Gefahren der Atomkraft eindringlich vor Augen führen, versteht sich für die von selbst. Beispielsweise wurde gestern im Rathaus die Ausstellung „Inseln der Hoffnung“ eröffnet. Sie zeigt Arbeiten von jungen Leuten, die mit ihrer Kreativität gegen die Folgen der Verstrahlung ihres Körpers ankämpfen. Aufschlussreich auch die Veranstaltung am Dienstag, in der über die Lebensumstände besonders der Kinder in dem kleinen Dorf Djatlawitschi berichtet wird.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
1. Mai 2011, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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