Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Das Altstadtfest 2010 ist schon fast wieder Geschichte. Erneut haben zigtausende überwiegend gut gelaunter Menschen aus Stadt und Kreis und weit darüber hinaus dafür gesorgt, dass die zumindest an den restlichen 360 Tagen im Jahr abends eher beschauliche Innenstadt pulsierte. Sicherlich zum Bedauern derjenigen, die dem ganzen Trubel nicht so viel abgewinnen können. Sie haben sich für ein paar Tage an der See einquartiert. Allerdings in der sicheren Gewissheit, dass der Spuk ja auch spätestens heute Abend wieder vorbei ist. Längst gelegt hat sich auch die Aufregung um den Pfandbecher. Hatte die Tatsche, dass jeder Altstadtfestbesucher nur etwas zu trinken bekommen konnte, wenn er vorher für vier Euro einen Chip für einen Becher erworben hatte, im vergangenen Jahr noch für eine Riesenaufregung gesorgt, kümmerte es in diesem Jahr kaum jemanden, dass für den neuen Becher – der vom letzten Jahr konnte übrigens doch nicht wieder verwendet werden – sogar fünf Euro aufgebracht werden mussten. Die allermeisten konnten die Argumentation nachvollziehen: Weniger Scherben und ein kleiner Beitrag zur Refinanzierung der Mammut-Veranstaltung. Ein bisschen ärgern konnte sich dagegen eher, wer einen Becher erwischt hatte, aus dem ihm das Bier nicht so recht schmecken mochte, weil ihn ausgerechnet der Star anlächelte, den er am wenigsten mag. Ganz hoch im Kurs stand der Becher mit den „Rattles“, unbedingt wieder tauschen wollte, wer Michael Holm erwischt hatte... Sehr sympatisch dagegen eine Begebenheit, die sich dieser Tage in der Tiefgarage am Burgmannshof zutrug. „Es ist mir unheimlich peinlich. Könnten Sie mir ein bisschen Geld leihen? Ich bin in die Tiefgarage gefahren, ohne zu bemerken, dass ich mein Portemonnaie gar nicht dabei habe“, so die Autofahrerin, die nach mir die Schranke passiert hatte. Nur zu gern bin ich der Bitte nachgekommen. Bestärkte sie mich doch in der Hoffnung, nicht der einzige kleine Schussel auf dieser Welt zu sein...

Edda Hagebölling

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Erstellt:
26. September 2010, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 01sec

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