Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Sie machen‘s wirklich spannend, die Jungs um unseren Bundes-Yogi, Yogi-Bär oder wie Bundestrainer Joachim Löw auch sonst noch genannt werden mag. 0:1 gegen Serbien nach gelb-rot für Klose und einem von Poldi verschossenen Elfmeter. Das hatten sich die Fans wahrlich anders vorgestellt. Da verstummten selbst die letzten „Uwe Seelers“, wie die Vuvuzelas mittlerweile liebevoll genannt werden. Apropos liebevoll: Wer damit gerechnet haben mochte, dass die lieben Kollegen von Zeitung, Funk und Fernsehen Yogi Löw und seine Elf nach der Partie gegen Serbien in der Luft zerreißen würden, suchte vernichtende Kritiken vergebens. Sollten auch die Sportjournalisten mittlerweile erkannt haben, wie lächerlich es ist, einen Spieler von einem Tag auf den anderen vom Helden zum Loser der Nation zu erklären, nur, weil es mal nicht so läuft? Oder haben auch sie die Hoffnung auf ein Sommermärchen noch nicht aufgegeben, das Deutschland gerade jetzt so dringend gebrauchen könnte? Aktuelles Beispiel für die Verdrossenheit im Lande ist die bevorstehende Wahl des Bundespräsidenten. 1244 Wahlmänner und -frauen machen sich am 30. Juni auf den Weg nach Berlin, um dann doch den Kandidaten zu wählen, den die Parteiräson ihnen vorgibt. Schließlich will niemand Schuld daran sein, dass womöglich in absehbarer Zeit auch noch ein neuer Bundestag gewählt werden muss. Dass 51 Prozent der Bevölkerung gerne den Kandidaten hätten, der bisher mit Parteipolitik nichts am Hut hatte, wird da vermutlich kaum interessieren. Durchaus interessiert haben sich dagegen in den vergangenen Tagen ganz viele Eltern für die Kinder, die das Ende ihrer Schulzeit gefeiert haben. Sie erlebten ebenso würdevolle wie fröhliche Veranstaltungen, für die entweder die Aula der eigenen Schule festlich geschmückt oder das Nienburger Theater angemietet worden war, und hörten mit Erstaunen, dass es durchaus ein paar „liebe Kleine“ gibt, denen es gelingt, einen 1-er Abschluss zu fabrizieren. Unglaublich. Und wenn diese Kinder neben ihren super guten Noten auch noch gute Freunde haben, gibt es gar keinen Grund, sich nicht mit ihnen zu freuen.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
20. Juni 2010, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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