Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Sollen Nienburgs Geschäfte am 27. Dezember öffnen oder sollen sie geschlossen bleiben. Die Frage wurde in den vergangenen Wochen kontrovers diskutiert. Theoretisch wäre noch ein Verkaufsoffener Sonntag möglich gewesen. Vier sind erlaubt. Doch der Nienburg Service hat die Empfehlung herausgegeben, nicht zu öffnen. Aus Rücksicht auf Mitarbeiter und Kunden. Seine Devise: In diesem Jahr besteht Weihnachten aus drei Feiertagen. Bestärkt sah er sich durch das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die Kirchen hatten gegen die zunehmende Ökonomisierung des Sonntags geklagt. Mit Erfolg. Das Kommerz nicht alles ist, meinen auch Peter Siepel und Till Heitmann. Die Befürworter des verkaufsoffenen 27. Dezember dagegen argumentieren: Gerade, weil es vor Weihnachten so hektisch war, möchten die Kunden am Sonntag nach Weihnachten gerne einmal wieder in Ruhe bummeln. Ganz zu schweigen von „den lieben Kleinen“, die es gar nicht erwarten können, den Gutschein von der Patentante einzulösen. Sicherlich nachvollziehbar. Ebenfalls nachvollziehbar das Entsetzen der Schülerinnen und Schüler des Marion Dönhoff-Gymnasiums darüber, dass in Nienburg jedes achte Kind von Hartz IV leben muss. Sie wiederholen eine Aktion, die es vor zwei Jahren schon einmal gegeben hat. In sieben Supermärkten rund um Nienburg bitten sie die Kundinnen und Kunden, unter dem Motto „Weihnachten im Einkaufskorb – Ein Teil mehr tut nicht weh“ Lebensmittel und Schulutensilien für die Nienburger Tafel einzukaufen. Betreute sie vor zwei Jahren noch 400 Kinder, sind es jetzt schon 750.

Trotz des Wetters einen schönen zweiten Adventssonntag.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
6. Dezember 2009, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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