Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Leben auch Sie wieder auf? Endlich wieder im Garten rummuckeln, die Wäsche auf der Leine trocknen, die frischen Eier vom Bauernhof mal eben mit dem Fahrrad holen, kurz mit dem Hund ‘ne Runde drehen, auf der Terrasse Kaffee trinken, ja sogar abends noch draußen sitzen können, ohne überlegen zu müssen, wie das zwischen zwei Regenschauern zu bewältigen sein könnte – noch Anfang der Woche alles andere als selbstverständlich. Bei Sonne und angenehmen Temperaturen geht eben alles irgendwie einfacher. Gefühlt jedenfalls. Weniger Stress auch für die Veranstalter von Sportwerbewochen, Ferienpass-Aktionen, Schützenfesten oder was sonst die Menschen zurzeit aus dem Hause lockt. Sie müssen sich momentan keine Gedanken darüber machen, wie sie ihre Gäste vor Wind und Wetter schützen können. Große Freude und Erleichterung auch bei den Verantwortlichen im gar nicht so kleinen und trotzdem feinen Burghof Rethem. Sie hatten am Freitag die Musikerin Barbara Clear – im Oktober auch im Nienburger Theater zu erleben – zu Gast und boten ihren Besuchern damit ein Event, das für all die Mühen im Vorfeld schnell wieder entschädigte. Eine tolle Künstlerin, gut gelaunte Gäste und das eher seltene Phänomen, dass die „Theaterflucht“ gar nicht so recht einsetzen wollte. Zum einen wegen des Wetters, zum anderen aber auch wegen des tollen Ambientes, das der Burghof zu bieten hat. Eine Lokalität, um die man die Rethemer beneiden möchte

Nicht zu beneiden sind dagegen die jungen Leute, die sich schon mit 16 Jahren Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen müssen. Welcher Beruf ist der richtige? Wahrlich keine leichte Entscheidung. Unterstützt werden die Schulabgänger durch eine Vielzahl unterstützender Maßnahmen zur Berufsfindung, offenbar gibt es aber auch in diesem Sommer noch etliche junge Leute, denen all die Projekte nicht wirklich geholfen haben. Lag es an der Person, mit der die Schüler zu tun hatten? Lag es am Desinteresse des Ausbildungsplatz-Suchenden? Für das Handwerk sind Betriebspraktika ein probates Mittel, um den passenden Beruf beziehungsweise den passenden Azubi zu finden. Klingt einleuchtend. Kaum zu glauben dagegen, dass es immer noch junge Leute geben soll, die zwar die Chance bekommen haben, einen Beruf zu erlernen, es dann aber nicht schaffen, pünktlich und regelmäßig am Arbeitsplatz zu erscheinen. Und auch wenn die Experten davor warnen, die BBS als Warteschleife zu benutzen: Womöglich reift ja der Verstand in dieser Zeit doch noch ein wenig...

Allen Leserinnen und Lesern ein schönen Sonntag.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
27. Juli 2008, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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