Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Am Mittwoch vergangener Woche erhielt Wilfried Falldorf für seine 25-jährige Tätigkeit als Leiter der Außenstelle des Weißen Rings Nienburg das Bundesverdienstkreuz (Artikel auf Seite 4). Vor 25 Jahre hat Wilfried Falldorf die Außenstelle Nienburg des 1976 in Mainz gegründeten Vereins übernommen. 25 Jahre Weißer Ring Nienburg, das bedeutet 25 Jahre Trost, Hilfestellung, Amtsgänge, finanzielle Unterstützung, Engagement, Einfühlungsvermögen und persönliche Betreuung. Anlässlich der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes von Bürgermeister Henning Onkes im Nienburger Rathaus betonte Wilfried Falldorf: „Es gibt viele Menschen, denen ein Stück des Ordens gehört“ - insbesonde mit Blick auf die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Weißen Rings Nienburg und vor allem mit Blick auf seine Frau Erika. Der Weiße Ring ist eine bundesweite Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und deren Familien. Es geht um Mut machen, Hoffnung geben und schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten - und das bei Opfern sowie deren Angehörige eines schweren Kapitalsverbrechens oder Kleindelikts. Der Weiße Ring akquiriert seine Gelder überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Nachlässen, Vermächtnissen sowie durch Zuweisungen durch Geldbußen. Wie wichtig die Arbeit des Vereins ist, zeigt die Größe des Teams der Nienburger Außenstelle. Insgesamt fünf ehrenamtliche Mitarbeiterinen und Mitarbeiter kümmern sich um die Opferhilfe. Wilfried Falldorf betont, dass sich Betroffene nicht scheuen sollen, den Kontakt zum Weißen Ring zu suchen. In vielen Fällen komme es erst nach einem ersten Telefonat oder Treffen zu einer Anzeige bei der Polizei, die dann zu einer Aufklärung des Verbrechens führt. In der Gesellschaft steht nach einer Straftat in erster Linie der Täter im Fokus des Geschehens. Opfer von Straftaten werden häufig ausgeblendet, ohne zu erkennen, dass die Folgen eines erlebten Verbrechens mit einer Traumatisierung, Ängsten, psychischen Schäden oder einfach nur einem Gefühl der chronischen Unsicherheit einhergehen können - um so wichtiger ist die Opferhilfe. Allen Leserinnen und Lesern einen erholsamen Sonntag wünscht

Michael Duensing

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Erstellt:
18. Mai 2008, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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