Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Können Nienburgs „Wasserratten“ hoffen? Nachdem die Politik der Verwaltung den Auftrag erteilt hatte, sowohl die Variante Neubau eines Ganzjahresbades“ als auch den Umbau des vorhandenen Komplexes aus Frei- und Hallenbad auszuarbeiten, sollen beide Modelle noch in diesem Jahr offiziell vorgestellt und beraten werden. Gerade nach einem solchen Sommer, wie dem diesjährigen ist der Wunsch nach einem „Allwetterbad“, wie es die Leserinnen und Leser der HamS formulierten, größer denn je. Dem Vernehmen nach scheint im Rat auch kein Zweifel daran zu bestehen, dass sich eine Stadt wie Nienburg von dem traditionellen Modell Freibad für den Sommer, Hallenbad für den Winter verabschieden sollte. Nicht umsonst ist für viele Menschen aus Stadt und Kreis der Weg nach Verden, Celle, Stadthagen oder Soltau längst selbstverständlich. Damit ist aber längst nicht gesagt, dass es unbedingt ein Spaßbad sein muss. Sicher. Die Kinder und Jugendlichen würden sich über eine etwas spektakulärere Rutsche natürlich freuen, aber wie viele möchten nichts anderes, als ihre Bahnen schwimmen und damit etwas für das eigene Wohlbefinden – und so ganz nebenbei auch noch für die Gesundheit – tun zu können. Aber auch daran scheint in Nienburgs Rat kein Zweifel zu bestehen. Obwohl man das Wort „Wellness“ eigentlich schon gar nicht mehr hören mag, geht der Trend – nicht zuletzt auch wegen der immer älter werdenden Bevölkerung – in diese Richtung. Findige Planer finden sicherlich auch einen Weg, wie sie sowohl den Drang des Nachwuchses nach Spaß und Action als auch den Wunsch der Älteren nach Erholung und Bewegung unter einen Hut respektive das Dach eines Ganzjahresbades bekommen. Dass das nicht zum Nulltarif zu bekommen ist, dürfte klar sein. Gehandelt werden Baukosten von zwölf Millionen Euro. Dem Vernehmen nach ist man in Nienburg aber zuversichtlich, auch einen solchen Brocken stemmen zu können. Offenbar werden bereits diverse Kooperationsmodelle durchgespielt. Auch soll der Tag der Fertigstellung nicht in so weiter Ferne liegen, dass sich erst unsere Enkel über ein Ganzjahresbad in Nienburg freuen dürfen. Gespannt sein könnte man aber schon jetzt, ob dann auch wirklich diejenigen zu den Stammgästen zählen, die heute lautstark zetern. Gleiches gilt im Übrigen für den Familienbadetag im Hallenbad. Nachdem vor zwei Jahren ein Sturm der Entrüstung ausbrach, als sich die Türe des Hallenbades auch am Sonntagnachmittag öffneten – allerdings nur für weibliche Badegäste – sind jetzt durchgehend von 8 bis 17 Uhr alle willkommen. Man darf gespannt sein...

Allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sonntag.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
9. September 2007, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

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