Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Liebäugeln auch Sie schon lange mit dem Gedanken, mal eben zum Shoppen nach Mailand zu jetten oder nur kurz für einen Tag zum Sightseeing nach London zu fliegen? Oder haben Sie diesen Gedanken womöglich schon längst in die Tat umgesetzt? Was vor gar nicht allzu langer Zeit noch als absolut dekadent galt, ist im Zeitalter der Billigfluglinien längst selbstverständliche Normalität geworden. Zeitgenossen, die ihre Flugtickets nicht in schöner Regelmäßigkeit per Internet ordern, sondern noch ganz traditionell ins Reisebüro gehen, werden fast schon belächelt. Natürlich wäre es kurzsichtig, sich gegen diese Form es Fortschritts zu sperren. Da Reisen bekanntlich bildet, kann man nur jeden dazu ermutigen, so oft wie möglich über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und Land und Leute kennenzulernen. Ob es dann aber wirklich die Seychellen sein müssen oder ob es nicht tauch Sylt tut – so einer der derzeit kursierenden Spots – sollte meiner Meinung nach jeder selbst mit sich abmachen. Natürlich produziert ein Flugzeug Unmengen von Schadstoffen, aber ebenso unbestritten bindet eine Flugreise auch zahllose Arbeitsplätze. Ganz zu schweigen von den Menschen in den Urlaubsländern, denen der Tourismus ein kleines Stückchen vom Wohlstandskuchen beschert. Was aber meiner Ansicht nach überhaupt nicht einzusehen ist, ist, dass das Flugbenzin nicht besteuert wird. Eine Vorzugsbehandlung, für die sich die Lobby noch heute bei der Politik bedanken kann. Wäre die Idee, mit dem Geld aus der Flugbenzinsteuer das Bahnfahren zu subventionieren, so abwegig? Womöglich käme man dann nicht mehr für 19 Euro nach Mailand, dafür aber vielleicht für 90 Euro mit Kind und Kegel in der Bahn nach Sylt. Auch ein verlockender Gedanke, oder?

Allen Leserinnen und Lesern einen schönen ersten (Frühlings-) Sonntag.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
11. März 2007, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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