Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Gestern jährte sich zum 61. Mal der Tag, an dem die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz von den Nazis befreite. Für die Neonazis stets ein willkommener Anlass, auf sich aufmerksam zu machen. Dieses Mal zerstörten sie in Verden einen Eisenbahnwaggon, mit dem seinerzeit zahllose Juden in die KZs transportiert worden waren. Die Schlagzeilen und der öffentliche Aufschrei waren ihnen damit gewiss. Und damit wieder Wasser auf die Mühlen derer, die meinen, dass man den Rechten keinen größeren Gefallen tun kann, als Ihnen bei allem was sie tun, immer wieder die größtmögliche Aufmerksamkeit zu schenken. Unbestritten ist dagegen, dass die Gedenkveranstaltungen, die an den Holocaust erinnern, nie eingestellt werden dürfen. Verblüffend aber, dass der 27. Januar in Deutschland erst 1996 zum nationalen Gedenktag erklärt wurde. Aber besser spät als nie. Gleiches gilt für den Besuch der Gedenkstätten, die uns und unseren Kindern das unendliche Leid der Juden, Sinti und Roma vor Augen führen wollen. Sicherlich waren schon etliche Leserinnen und Leser der HamS im gar nicht so weit entfernten Bergen-Belsen, haben sich bei einem der Berlin-Ausflüge in die Ausstellung unter dem Stelenfeld am Brandenburger Tor getraut oder haben auf dem Weg nach Weimar einen Umweg über Buchenwald gemacht. Für alle diese Menschen dürfte ohnehin selbstverständlich sein, dass sich derartige Gräueltaten nie wiederholen werden. Und sicherlich tragen auch die Schulen in Stadt und Kreis mit entsprechenden Ausflügen dazu bei, dass auch in der kommenden Generation niemand behaupten kann: „Wir haben doch nichts davon gewusst“.

Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern einen trotz des prognostizierten Wetters einen gemütlichen Sonntag. Womöglich verbunden mit einem Besuch im Nienburger Hallenbad, einem Abstecher zur ABF in Hannover oder einem informativen Tag im Bremer Überseemuseum.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
28. Januar 2007, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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