Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Langsam aber sicher rückt das Frühjahr näher. Trotz niedriger Temperaturen und insgesamt weniger angenehmer Witterung lässt sich zumindest phasenweise erkennen, dass es die Menschen schon bald wieder nach draußen ziehen wird, um ihre Gärten auf Vordermann zu bringen.

Ebenso groß ist die Hoffnung, dass jene öffentlichen Baustellen wieder aufgenommen werden, die wegen des Winters gewissermaßen auf Eis gelegt wurden. Eine davon ist die Sandstraße im Nienburger Ortsteil Erichshagen. Eigentlich sollte sie vor Weihnachten komplett umgebaut sein, doch schon frühzeitig ließ sich absehen, dass das zu Beginn vorgelegte Tempo diese Zeitplanung unmöglich machen würde.

Seit gut zwei Monaten ruht die Maßnahme, was durchaus verständlich ist, denn bei gefrorenem Boden lässt sich eine Straße wohl kaum ausbauen. Die Folgen sind vielschichtig: Im noch nicht umgestalteten Teilstück wurden die unbefestigten Seitenstreifen durch das Gewicht zwischengelagerten Materials und durch schwere Fahrzeuge arg in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem der Frost aus dem Boden gewichen ist, präsentieren sich etliche Stellen als reine Matschwüste - zum Ärger der Anwohner.

Doch damit nicht genug: Seit Monaten rollt der gesamte Verkehr über die Parallelstraßen, die jedoch zumindest teilweise dieser Belastung nicht standhalten können. Kein Wunder also, dass sich nun mit dem „Hügelgrab“ die nächste Straße in einem erbärmlichen Zustand präsentiert. Schlagloch reiht sich an Schlagloch neben der schmalen Fahrbahn, und mit jedem Begegungsverkehr wird die Lage schlimmer, vor allem, wenn der Boden aufgeweicht ist.

Zwei Fragen stellen sich dem Betroffenen: Warum werden nicht durch verkehrslenkende Maßnahmen jene Straßen geschont, die objektiv zusätzlichen Verkehr nicht aufnehmen können? Und in welcher Form wird der Schaden, der durch die erhebliche Terminüberschreitung zumindest mittelbar entsteht, nach dem Verursacherprinzip reguliert?

Aber es wird wohl so sein, wie es an der Sandstraße auch war: Die Anwohner zahlen durch Erschließungsbeiträge letztlich für Maßnahmen, die nur notwendig wurden, weil ganze Baugebiete über dafür nicht ausgelegte Straßen vor allem während der Bauphase erschlossen wurden.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
26. Februar 2006, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 01sec

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