Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Nun hat also auch das britische Unterhaus das Rauchen an öffentlichen Orten und in öffentlichen Gebäuden untersagt. Die Briten sind damit eine weitere Nation in der europäischen Union, die Tabakgenuss zu einer reinen Privatsache macht.

Man darf gespannt sein, wann auch dem Bundestag ein entsprechender Gesetzentwurf vorgelegt werden wird. Die Debatten darüber dürften zweifellos sehr kontrovers und vermutlich auch sehr leidenschaftlich werden.

Raucherinnen und Raucher müssen solchermaßen auferlegte Zwangs-Zurückhaltung sicherlich als Eingriff in die persönliche Freiheit empfinden. Und es ist kaum vorstellbar, einmal deutsche Kneipen ganz ohne Tabakrauch zu erleben. Aber bisher kann sich dies wohl auch niemand von einem britischen Pub vorstellen.

Als Nichtraucher hingegen weiß man vom Qualm befreite Räume wirklich zu schätzen. Restaurants, in denen während des Menüs nicht Zigarettenrauch vom Nachbartisch den Genuss stört, sind denen, die ohne Tabak auskommen, auf jeden Fall lieber.

Und auch in Büros oder anderen öffentlichen Einrichtungen stellt sich schon nach wenigen Wochen oder Monaten ein anderes Raumklima ein, wenn der alte Rauch erst einmal verzogen ist und vielleicht sogar eine Renovierung für frischen Geruch sorgt.

Neben einigen Firmengebäuden sind in Deutschland längst viele Wohnungen und Privathäuser zu rauchfreien Zonen erklärt worden. Gäste werden gebeten, auf den Balkon oder die Terrasse zu gehen, wenn die Sucht zu stark wird. Manche Raucherinnen und Raucher verbannen sich sogar selbst aus den eigenen vier Wänden, wenn der Glimmstengel lockt.

Doch so ganz ohne Beeinträchtigungen geht das Durchsetzen einer rauchfreien Zone in Büros oder Wohnungen nicht ab. Im privaten Bereich können darunter sogar Freundschaften leiden. Und wenn der Chef selbst raucht, wird es schwierig sein, ein Rauchverbot im Betrieb durchzusetzen.

Zumindest in letzterem Fall würde ein entsprechendes Gesetz vieles vereinfachen.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
19. Februar 2006, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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