Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Ein Einbruch hinterlässt Spuren - und dies in aller Regel im doppelten Sinn. Denn neben den Beschädigungen bleibt für die Bewohner eines Hauses immer die Gewissheit, dass jemand ungebeten und gewaltsam die Privatsphäre missachtet hat.

Wer Einbrüche in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis gerade in den zurückliegenden Monaten häufiger registrieren musste, wird zweifellos diesbezüglich ein wenig sensibler – auch wenn man selbst noch nicht betroffen war.

So erging es jetzt auch einer Nienburger Familie, die auf einem kurz zuvor frisch geharkten Vorgartenbeet Fußspuren entdeckte. Diese führten offensichtlich zielstrebig zum Haus und somit zu den ebenerdigen Fenstern. Bei näherem Betrachten fielen zudem abgeknickte Zweige, umgetretene Blumen und eine nicht definierbare Spur wie von einem Rad auf.

Zwei Möglichkeiten wurden im Familienkreis diskutiert: Da hatte sich jemand nach erhöhtem Alkoholkonsum schlichtweg verlaufen und dann kurz vor der Hauswand im wahrsten Sinne des Wortes noch die Kurve gekriegt. Oder es waren eben doch Spuren von jemandem, der zumindest einmal die Lage erkunden wollte – späterer Einbruch nicht ausgeschlossen.

Obwohl die Trittspuren sehr deutlich waren, wurde auf den Anruf bei der Polizei verzichtet, schließlich war ja nichts weiter passiert.

Und dennoch: Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatten die Familienmitglieder alle irgendwie ein flaues Gefühl in der Magengegend.

Kurz darauf präsentierte sich des Rätsels Lösung gewissermaßen mitten auf der Straße: Ein Beauftragter der Stadtwerke kontrollierte mit einem rollbaren Gerät die Gasleitungen auf Undichtigkeit. Und dabei wird eben bis zum Hausanschluss geprüft. Diese Arbeit ist wichtig, schließlich wurden dadurch auch die Undichtigkeiten auf der Marienstraße im Nienburger Zentrum entdeckt.

Die Prüfungen sind im Vorfeld über die Zeitung angekündigt worden. Und die meisten Hausbesitzer merken davon nichts, weil über den zu prüfenden Leitungen überwiegend gepflastert ist. Vielleicht sind sie gerade deshalb den Betroffenen nicht mehr bewusst, wenn plötzlich eigenartige Spuren im Garten auftauchen. Tipp: Ein standardisierter nachträglicher Hinweis an der Haustür oder im Briefkasten könnte unnötige Grübeleien vermeiden.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
4. September 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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