Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Die große Bedeutung des organisierten Sports für die Lebensqualität im Kreis Nienburg unterstreicht die jüngste Statistik des Landessportbundes.

Fast die Hälfte aller Einwohnerinnen und Einwohner sind Mitglied in einem der 210 Sportvereine der Region. Ein beachtlicher Wert.

Mehr als 47 Prozent der Bevölkerung setzt also in der Freizeit auf den Sport im Verein. Welches die größten Klubs sind und welche Sportarten besonders beliebt sind, lesen Sie im Sportteil.

Lediglich in zwei Landkreisen ist der Organisationsgrad noch höher, und zwar in Rotenburg und in Wittmund.

Auffällig ist allerdings, dass gerade in Großstädten der Anteil der Vereinsmitglieder an der Bevölkerung deutlich geringer ist. Weniger Angebote? Schlechtere Sportstätten? Mehr Alternativen bei der Freizeitgestaltung? Die Ursachen sind zweifellos vielschichtig.

Böse Zungen mögen nun behaupten, der hohe Wert im KSB Nienburg liege daran, dass hier sonst nichts anderes geboten wird. Weit gefehlt, denn in Kreisen mit ähnlicher Struktur ist der Organisationsgrad längst nicht so hoch. Es muss also etwas mit dem Leistungsvermögen und dem Angebot der hiesigen Vereine zu tun haben.

Landesweit kommt der Vereinssport auf eine beachtliche Zahl: Fast 36 Prozent, also mehr als ein Drittel, der Bevölkerung Niedersachsens ist aktiv.

Das alles ist nur möglich, weil die Sportvereine fast ausnahmslos ehrenamtlich geführt werden – und weil es immer noch eine Unterstützung durch die öffentliche Hand gibt, die allerdings in den zurückliegenden Jahren erheblich nachgelassen hat und zudem regional unterschiedlich ausfällt. Niemand, der in politischer Verantwortung steht, sollte sich also auf diese Förderung zurückziehen. Doch das geschieht allzu häufig. Sportvereine werden immer mehr mit einer Elle gemessen, die an andere soziale oder gesellschaftliche Organisationen nicht angelegt wird. Dabei hat gerade der Sportverein momentan schwer zu kämpfen: Aus Mitgliedsbeiträgen lässt sich keine Jugendarbeit finanzieren, Sponsoren jedoch sind immer dünner gesät.

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass irgendwann für den Sport die Finanzquellen wieder etwas kräftiger sprudeln.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
21. August 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 00sec

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