Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

„Ich verbringe meinen Urlaub zu Hause“, sagen 39 Prozent der Befragten, 31 Prozent verreisen innerhalb Deutschlands, 23 Prozent innerhalb Europas und 5 Prozent außerhalb dieses Kontinents. Das war der Stand der aktuellen Umfrage von nienburg-online.de am gestrigen Sonnabend. „Sommerferien 2005: Wohin zieht es die Menschen aus Stadt und Kreis Nienburg“ – Das möchte die Redaktion des Internet-Informationsdienstes zurzeit von ihren Besucherinnen und Besuchern wissen. Das Ergebnis ist so durchwachsen wie das momentane Wetter. Während es vier von zehn Befragten offenbar doch ganz gut in den heimischen Gefilden aushalten, zieht es sechs von zehn Stadt- und Kreis-Nienburgern wohl doch in die Ferne. Die Mehrzahl derjenigen, die in den Sommerferien verreist, scheint allerdings die Vorzüge des eigenen Landes zu schätzen zu wissen. Sie bleibt im Ländle. „200 Kilometer Stau in Richtung Norden“ hieß es gestern den ganzen Tag über in den Verkehrsnachrichten. Ein Wermutstropfen, der heute sicherlich schon wieder vergessen ist. Hinzu kommen diejenigen, die mit der Bahn in die schönsten Wochen des Jahres starten. Die Bediensteten im Reisecenter des Nienburger Bahnhofs hatten allein am Donnerstag innerhalb kürzester Zeit Anfragen von Kunden, die nach Rügen oder Sylt wollten. Und ganz zu schweigen von denjenigen, die Deutschland per Drahtesel erkunden. Die Mitarbeiterinnen in den Geschäften der Nienburger City staunen längst nicht mehr, wenn sie hören, dass auch dieser Kunde auf seiner Tour auf dem Weserradweg in Nienburg Station macht, sich mit kurzen Hosen oder T-Shirts eindeckt und in einem der Hotels oder einer der kleinen Pensionen in der Innenstadt übernachtet. Und das, obwohl es immer noch Reiseführer gibt, in denen als einzige Sehenswürdigkeit Nienburgs das Museum angepriesen wird.... Sollten Sie aber zu besagten Vier von Zehn gehören, die ihren Urlaub zu Hause verbringen, ist das ebenfalls überhaupt kein Grund zum Trübsal blasen. Urlaub kann auch schon sein, morgens keinen Wecker hören zu müssen, keine Termine zu haben, in Ruhe mal wieder Haus und Garten auf Vordermann zu bringen, in den Zoo nach hannover zu fahren oder endlich die Tante zu besuchen, zu der man schon das ganze Jahr über wollte...

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Edda Hagebölling

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Erstellt:
31. Juli 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 10sec

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