Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Die Sommerferien stehen vor der Haustür, das bedeutet für Schülerinnen und Schüler - und sicherlich auch für viele Eltern - noch einmal ein wenig Stress. Zumindest dann, wenn die Zeugnisse nicht den Erwartungen entsprechen.

Danach allerdings ist erst einmal Sommerpause angesagt, und das nicht nur für die Schulen. Am kommenden Freitag steht in Nienburg nach das Radsport-Spektakel „City-Nacht“ an, dann hat der bunte Veranstaltungsreigen in der Kreisstadt zunächst ein Ende.

Während also in der Region sommerliche Ruhe einkehren dürfte, ist überregional mit einem Sommertheater zu rechnen - immer vorausgesetzt, dass es tatsächlich Neuwahlen zum Bundestag geben wird. Noch steht diese Entscheidung ja aus.

Allerdings wäre es sicherlich erholsam, würde endlich feststehen, wie es nun weitergeht. Während der Kanzler und seine Koalition mit dem „Vetrauen durch Nicht-Vertrauen“ erneut in Misskredit bei den Wählerinnen und Wählern geraten sind, beginnen mehr oder minder namhafte Vertreter der jetzigen Opposition, das Fell des Bären zu verteilen, bevor dieser Bär tatsächlich erlegt ist. Was sollen Streitereien zwischen CSU und FDP über die richtige Besetzung des Innenministerpostens zum jetzigen Zeitpunkt? Dies könnte bei den Stimmberechtigten auch als allzu große Zuversicht oder gar Überheblichkeit ausgelegt werden.

Die lokale Politik steht derzeit vor ganz anderen Fragen: Europa verlangt nach größeren Verwaltungseinheiten, die Wirtschaftlichkeit gebietet dies. Bleibt die Frage, ob größere Gebilde tatsächlich in jedem Punkt die bessere Alternative sind. Die europäische Gemeinschaft ist das beste Beispiel dafür: Längst ist sie so groß geworden, dass vieles unüberschaubar ist. Andere Auswirkungen stoßen zunehmend auf Unverständnis in der Bevölkerung, das „Nein“ zur europäischen Verfassung in Frankreich und den Niederlanden spricht Bände.

Zurück zu den Kommunen: Aufgabenteilung verspricht durchaus Erfolge. Aber sollte man nicht vor der Flucht in die großen Einheiten, auch bedenken, dass dabei fast immer Individualität, örtliches Engagement und Identifikation auf der Strecke bleiben? Es gilt also, nichts zu überstürzen.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
10. Juli 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 00sec

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