Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Das Wetter spielte mit - und Nienburgs Lange Straße war einmal mehr proppevoll. Das Pellkartoffelessen als Abschluss des Scheibenschießens lockte erneut Tausende in die Nienburger Altstadt.

Zweifellos sorgte das wirklich tolle Wetter am Mittwoch dafür, dass die Menschen in Scharen an die lange Tafel kamen. Zumal der Norden von jenen Unwettern verschont blieb, die zur gleichen Zeit in anderen Regionen des Landes für überflutete Keller sorgten.

Auf der Langen Straße jedoch herrschte beste Stimmung. Die hätte es auch schon am Sonntag geben können, doch blieb der ganz große Ansturm zum Zapfenstreich aus. Obwohl die Vielzahl der Kapellen und Spielmannszüge durchaus das Kommen wert war. Aber offensichtlich sind für die meisten zwei lange Abende in so kurzer Zeit doch zuviel. Mag es nun an der „Kondition“ oder auch am Geldbeutel liegen. Wobei der Besuch zum Zapfenstreich-Abend nicht wirklich schlecht war - das Pellkartoffelessen hat aber doch deutlich mehr gelockt.

Dabei hat sich Nienburgs lange Tafel ziemlich deutlich gegen König Fußball durchgesetzt. Selbst die Verlängerung beim Spiel Deutschland - Mexiko ließen viele sausen, weil die Innenstadt lockte.

Einige wenige schauten mehr oder minder gebannt auf die Fernseher in den Innenstadt-Gaststätten - sofern dort die Fußball-Übertragung lief. So ganz ohne ging es dann eben doch nicht.

Wie die Sportfans im Jahr 1954, die vor den wenigen Fernsehgeräten oder vor den Radios „hingen“, müssen sich vor Wochenfrist Sportfans gefühlt haben, die die Beachvolleyball-WM in Berlin verfolgten. Zwei deutsche Teams sorgten für Furore und erreichten die Halbfinals - doch auf der Mattscheibe gab es zur gleichen Zeit nur die x-te Wiederholung irgendeiner Serie. Wie gut, dass es heute das Internet gibt. Dort waren zwar keine Live-Bilder zu sehen, aber die Punktestände wurden sofort aktuell angezeigt. Fazit: Es kann durchaus spannend sein, eine Stunde oder länger gebannt auf einen Computer-Bildschirm zu schauen.

Einen schönen Sonntag möglichst mit echten Live-Erlebnissen wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
3. Juli 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 01sec

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