Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Veranstaltungen als Wirtschaftsförderung - das ist ein häufig diskutiertes Thema. Städte – vor allem Innenstädte – sollen pulsieren, sollen leben. Doch damit dies geschieht, müssen heutzutage Aktivitäten her.

Zugegeben: Wenn eine Innenstadt an sich lebt, dann ist dies die beste Lösung. Der richtige Branchenmix bei den Geschäften, möglichst noch vielfältige touristische Attraktionen, die ständig Publikum anlocken, und schließlich ein ausgeprägtes kulturelles Leben und eine gute gastronomische Szene – wenn das alles gegeben ist, dann muss niemand um die Zukunft einer Innenstadt bangen.

Doch wie ist die Realität auch in Nienburg? Ohne zusätzliche Aktivitäten, neudeutsch „Events“ genannt, fristet die nun wahrlich sehenswerte Altstadt ein zu beschauliches Dasein. Andererseits gibt es ernstzunehmende Stimmen, die darauf hinweisen, dass „Party pur“ auf Dauer nicht das richtige Konzept sein kann. Nicht von ungefähr kommt die zunehmend kritische Haltung gegenüber dem Altstadtfest. Und auch der Spargelmarkt soll ab 2006 neue Impulse erhalten.

Gut ist es, wenn sich der gewünschte wirtschaftliche Aspekt eher begleitend einstellt. Da ist zum Beispiel Deutschlands größtes Volleyball-Jugendturnier, das an diesem Wochenende wieder 1700 Jugendliche an die Weser bringt. Jeder einzelne lässt Geld hier, beim Bäcker oder Fleischer, im Imbiss oder im Restaurant und sonstwo. Und viele Betreuer haben in den zurückliegenden Jahren durch diesen Besuch den Einstieg in den Kurzurlaub an der Weser gefunden. Ein erfreulicher Nebeneffekt.

Ähnlich können sich auch andere – nicht nur sportliche – Veranstaltungen entwickeln. Wichtig dabei ist, dass damit auch Besucher aus weiterer Entfernung angesprochen werden. Denn dann ist eine solche Aktivität auch echte Werbung für die Region.

Veranstaltungen, bei denen nicht mehr der Anlass an sich, sondern nur noch der damit zu erzielende Profit im Vordergrund steht, verlieren schnell an Flair und damit auch an Attraktivität.

Daran ist auch in Nienburg zu arbeiten.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
5. Juni 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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