Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Auf dem Gelände der ehemaligen Mudra-Kaserne wächst das neue Nienburger Krankenhaus. Das Klinikum wird ein weiterer Meilenstein im Dienstleistungspark Meerbachbogen sein. Schon jetzt darf sich Nienburg darauf freuen.

Aber was wird nach dem Umzug eigentlich mit dem jetzigen Krankenhaus? Es liegt an exponierter Stelle direkt am Rande der Innenstadt. Der Standort im „Bankenviertel“ ist für Nienburg wichtig, weil die Marienstraße eine viel befahrene Einfallstraße zur Innenstadt ist und weil in unmittelbarer Nachbarschaft nicht nur Finanzdienstleister wie die Sparkasse, die Volksbank und die VGH beheimatet sind. Auf der anderen Seite des Komplexes liegen die beiden Nienburger Gymnasien. Und schließlich befindet sich rückwärtig der häufig gepriesene Stahnwall, der zum Flanieren nicht nur sonntags einladen soll, sondern der für das touristische Nienburg als Teil des Grüngürtels rund um die Altstadt hohen Wert besitzt.

Nichts wäre also schlimmer, als ein leerstehendes Krankenhaus dort zu haben, dessen Weg in die Bauruine vorprogrammiert wäre.

Nienburgs Stadtbaurat Henning Onkes betonte kürzlich vor Nienburger Geschäftsleuten, dass hier eine große Aufgabe auf alle Beteiligten warte. Allerdings sei zunächst der Besitzer, die Mittelweser Kliniken GmbH, gefordert.

Das ist sicherlich richtig, doch ist die Stadt zweifellos gut beraten, so schnell wie möglich die Initiative zu ergreifen. Die Tatsache, dass noch keine Konzepte über die Folgenutzung publiziert wurden, könnte ein Hinweis darauf sein, dass es eben noch keine Konzepte gibt - für den Besitzer kann dies eventuell betriebswirtschaftlich günstiger sein, als einen solchen Komplex mit großem Aufwand umzubauen. Doch ein Leerstand in dieser Lage und Größe wäre mehr als nur ein Makel für Nienburg.

Bedenkt man, wie lange es gedauert hat, bis sich auf dem Mudra-Gelände etwas getan hat, dann kann man nur hoffen, dass sinnvolle Möglichkeiten der Folgenutzung des jetzigen Krankenhauses längst in der Schublade sind.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
17. April 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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