Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

„Hallo“ - eigentlich ist das ein freundlicher Gruß. Aber kurz und knapp ins Telefon gequält, weckt dieses Hallo beim Anrufenden nicht selten eher den Wunsch, ganz schnell wieder aufzulegen.

Es ist eine weit verbreitete (Un)Sitte, sich am Telefon nicht mehr mit Namen zu melden. Das Handy-Zeitalter hat daran zweifellos erheblichen Anteil.

Zugegeben: Auch ich freue mich, wenn mich jemand bereits an meiner Rufnummer erkennt und mich gleich freundlich begrüßt. Dann verzichte ich auch gerne darauf, dass mein Gesprächspartner förmlich den Nachnamen nennt. Ganz anders ist es aber, wenn ich bei jemandem anrufe, den ich nicht kenne. Oder sogar bei einer unbekannten Rufnummer, weil mich jemand um Rückruf gebeten hat.

„Hallo“ klingt in solchen Fällen manchmal noch ganz nett. Ein äußerst kurz angebundenes „Ja“ ist da noch um einiges abweisender. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber dieser erste Eindruck eines Gesprächspartners bleibt bei mir negativ haften.

Wer sich - aus welchen Gründen auch immer - am Telefon nicht mit Namen meldet, riskiert also einiges. Es könnte vielleicht der Anruf eines Personalchefs sein, der eine Bewerbung vor sich liegen hat und einen Vorstellungstermin vereinbaren möchte. Wenn dieser dann erst fragen muss, ob auch der gewünschte Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung ist, oder wenn er das Gefühl hat, ein unwillkommener Störenfried zu sein, könnte es bereits das „Aus“ für die neue Stelle bedeuten. Der erste Eindruck entscheidet eben doch noch.

Letztlich bleibt es jedem Menschen selbst überlassen, wie man sich am Telefon meldet. Ein wenig mehr Freundlichkeit kann jedenfalls häufig nicht schaden.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
20. Februar 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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