Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Dies ist eine Abstimmung nicht mit den Füßen, sondern mit Rädern. Doch sie ist eindeutig: Die neue Parallelstraße zwischen dem Kreuz Nienburg-Mitte und der Celler Straße wird stark frequentiert.

Diese Trasse bringt vielen Menschen Vorteile: Der Weg zur Arbeit oder zurück wird zwar nicht unbedingt kürzer, aber er lässt sich schneller bewältigen. Das führt dazu, dass Autofahrerinnen und Autofahrer seit Eröffnung der Straße diese in zunehmendem Maß nutzen. Parallel dazu wird die Route vorbei am Bahnhof und über die Verdener Landstraße deutlich entlastet. Auch das wird positiv registriert.

Nur vereinzelt regt sich Kritik an der neuen Straße, doch die bezieht sich weniger auf die Anbindung an sich als auf die Ausführung und die Begleitumstände. Die nunmehr mit Ampeln gesteuerte neue Kreuzung Celler Straße / Nordring erfordert deutlich mehr Geduld als früher. Zudem empfinden längst nicht alle Autofahrer die Fahrt durch die langgezogene Kurven am „Ohr“ bei Nienburg-Mitte als harmonisch. Und das Einbiegen ist ebenfalls gerade zu Stoßzeiten schwierig. Dennoch: Diese neue Straße ist ein Gewinn.

Somit hat sich bewahrheitet, was die Befürworter seit gut 20 Jahren betont haben: Die Anbindung der Celler Straße hat vor allem innerörtliche Bedeutung. Umso mehr verwundert auch im Nachhinein, warum und mit welchen Argumenten lange Jahre dagegen gekämpft wurde. Das wohl absurdeste Gegenargument war die Behauptung, mit der großen Lösung, also der Verlängerung der B 215 rund um Erichshagen und Holtorf, würde sich diese neue Anbindung erübrigen. Die Realität zeigt, dass eines nichts mit dem anderen zu tun hat.

Schon jetzt zeigt sich aber, dass die Verlängerung der B 215 zusätzliche Entlastung durch eine Verlagerung des überörtlichen Verkehrs bringen würde. Im Gegenzug müssten einige Wohngebiete neue Geräuschbelastungen ertragen. Die Diskussion über das Für und Wider ist in vollem Gang. Und schon entsteht erneut der Eindruck, als würden hier und da Ablehnungsgründe hergesucht. Pro und Kontra müssen wohl abgewägt werden - aber bitte mit vernünftigen Argumenten.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
23. Januar 2005, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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