Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Tag für Tag spielen sich auf Nienburgs Straßen gerade morgens Szenen ab, die Beteiligten und Beobachtern nicht selten eine Gänsehaut bescheren. Immer wieder geraten vornehmlich jugendliche Radfahrerinnen und Radfahrer in gefährliche Situationen.

Vor Schulbeginn sind Nienburgs Radwege und Straßen reichlich belastet. Und in der dunklen Jahreszeit mehren sich brenzlige Begegnungen deutlich – schlechte Sicht vor allem bei Nebel oder Regenwetter haben erheblichen Anteil.

Doch daran liegt es nicht alleine. Wer sich beispielsweise vor den Haupteingang der Nienburger Sparkasse stellt, der kann beobachten, wie der dortige Fußgängerüberweg von vielen Radfahrern „missbraucht“ wird. Ohne zu stoppen und ohne auf Autos zu achten, rasen sie quer über die Straße. Es ist nur gut, dass Autos dort meistens ohnehin nicht schnell fahren können.

Ebenfalls eine erhebliche Gefahr stellen jene Radler dar, die auf Beleuchtung verzichten. Entweder ist man zu bequem, den Dynamo anzuschalten, oder aber der Akku der aufladbaren Stecklichter ist leer.

Hoffen dürfen Autofahrer an der Celler Straße, dass die dortige Übergangsregelung zur Nutzung des Radweges in beide Richtungen nach der Freigabe der neuen B 6-Zufahrt wieder rückgängig gemacht wird. Was während der Baumaßnahme zum Schutz der Radfahrer Sinn machte, ist nun Tag für Tag ein erhebliches Unfallrisiko. Denn an einigen schmalen Einmündungen müssen Autofahrer ihr Fahrzeug weit rollen lassen, um überhaupt Einblick auf die Straße und vor allem auf die Rad- und Fußwege zu haben. Radler, die mit hohem Tempo auf der linken Straßenseite fahren, sind einfach nicht rechtzeitig zu erkennen.

Auffällig ist an der Celler Straße, dass auch nach Beendigung der Bauarbeiten die meisten Radler die linke Seite nutzen – um die zwar sichere, aber mit Wartezeiten verbundene neue Ampelanlage zu umgehen. Es dürfte schwer genug werden, selbst bei einer Rücknahme der Übergangsregelung wieder zum Normalzustand zurückzukehren.

Einen schönen Adventssonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

Zum Artikel

Erstellt:
5. Dezember 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.