Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Nach Karstadt-Quelle gerät auch Opel in die Schlagzeilen: Massive Probleme gefährden Standorte und Arbeitsplätze. Vermeintlich lasen sich die Unternehmen nur mit schmerzlichen Einschnitten retten. Insbesondere für die Arbeitnehmer ist das eine äußerst bittere Pille.

Konzerne oder besser gesagt Konzernleitungen machen es sich vergleichsweise einfach: Eine simple Rechnung wird aufgemacht, an deren Ende die einzusparenden Kosten schlicht in Personen umgerechnet werden: Hier sind es 20, dort 500 oder im Einzelfall sogar 10000 Menschen, deren Arbeitsplätze wegfallen müssen, damit Unternehmen wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Zweifellos sind in gewachsenen Strukturen viele Abläufe, Hierarchien oder auch „Erbhöfe“ vorhanden, die unter dem Strich erheblichen Personalmehreinsatz erfordern - zumindest im Vergleich zu einer Organisationsform, die von Grund auf neu erstellt würde. Es gibt genug Beispiele dafür, dass die gleiche Arbeit mal mit mehr und mal mit weniger Menschen zu schaffen ist.

In dieser Hinsicht müssen sich quer durch alle Branchen und Firmengrößen immer noch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer umstellen. „Das haben wir immer so gemacht“, ist das schlechteste Argument. „Das kann ich nicht“ steht dem nicht viel nach. Wer sich nicht stetig weiterentwickelt, ist gerade für kleinere und mittlere Unternehmen kaum mehr tragbar.

Zugegeben: In der Industrie sieht es anders aus. Bei standardisierten Abläufen mit und ohne Fließband ist die Chance des Individuums, die Effizienz seiner Arbeit zu steigern, äußerst gering. Umso erstaunlicher ist es, wenn beispielsweise bei Automobilkonzernen die Arbeitnehmer letztlich die Zeche beispielsweise für eine verfehlte Modellpolitik zahlen müssen; insbesondere dann, wenn jene, die dafür verantwortlich sind, am Ende zwar auch ihren Job verlieren, diesen Abgang aber mit beträchtlichen Summen versüßt bekommen.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
17. Oktober 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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