Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Wohl kein Nienburger Bauprojekt der vergangenen Jahr war und ist so umstritten wie der Media-Markt. Zum einen wegen dessen Optik, zum anderen wegen der Lage. Der Media-Markt ist ein Zweckbau, und so sieht er halt auch aus. Aber mit den Bausünden der 60er und 70er Jahre kann man ihn nicht vergleichen.

Und was die Lage angeht: Was hatte Nienburg dort denn vorher? Einen Matsch-Platz mit – Richtung Lange Straße – unverbautem Blick auf hässliche Hinterhof-Fassaden. Der Schloßplatz fristete als Parkfläche sein Dasein, und als eine Parkfläche dazu, die Auswärtige nicht einmal erahnen ließ, wie schön die Nienburger Altstadt ist. Der von Kritikern des Media-Marktes immer wieder hoch gehaltenen historischen Bedeutung des Platzes hat diese Optik jedenfalls nicht entsprochen.

Mit der Ansiedlung des Elektronik-Fachmarktes hat die Stadt eine Chance ergriffen, wie sie sich so bald nicht wieder bieten wird. Der Markt wird Publikum ziehen, und es ist kaum glaublich, dass die Kreisstadt davon nicht profitiert. Damit sind freilich nicht alle Probleme (Stichwort Leerstände) oder Fragen (sind die Fußgängerzonen zu groß?) der City vom Tisch, aber Nienburg profiliert sich in der Region – trotz Konjunkturflaute.

Bis der Media-Markt seine Pforten öffnet, dauert es noch eineinhalb Wochen. Eine angenehme Begleiterscheinung kann aber jetzt schon genutzt werden: Das Parkhaus. Wo es vorher 210 Stellplätze gab, gibt’s jetzt 380. Und wo man vorher für 50 Cent die halbe Stunde auf dem schon erwähnten Matschplatz stand, hat man jetzt die Wahl zwischen neuem Parkplatz und modernem Parkhaus – fürs gleiche Geld.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Jens Heckmann

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Erstellt:
8. August 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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