Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Der Trick ist nicht neu, aber die Methoden werden immer dreister: Mit angeblichen Gewinnen werden mehr oder weniger gutgläubige Verbraucherinnen und Verbraucher gelockt, um beispielsweise Zeitschriften zu abonnieren oder andere Dinge zu verkaufen.

Nahezu der Gipfel an Trickserei dürfte jedoch sein, was jetzt vielen Menschen auch in Nienburg auf den Tisch flatterte. Eine „Walesco Werbegesellschaft“ aus Lübeck schrieb den Empfängerinnen, dass sie in einem Gewinnspiel teilgenommen und gewonnen hätten. Verdächtig: Um welches Gewinnspiel und welchen Veranstalter es sich handelt, steht nicht darin.

Aber: Einen Preis habe man sicher, lediglich die „Gewinnanforderungsurkunde“ müsse man ausfüllen, angeblich, um den Preis möglichst den Wünschen entsprechend auswählen zu können. Für Geldgewinne soll sogar eine Kontonummer angegeben werden.

Was fehlt, ist die Möglichkeit, Name und Adresse einzutragen. Das geht nur auf einer beiliegenden Ergänzung, die als „Umfrage“ getarnt ist. Die wiederum beinhaltet das gefährliche Kleingedruckte, nämlich den Hinweis, dass man als Gewinner in einer der drei ersten Kategorien gleich noch eine Wunschzeitschrift bestellt. Für mindestens ein Jahr. Bezahlt wird per Abbuchung - genau von dem Konto, das angeblich der Überweisung des Gewinnes dient.

Das alles wird halbwegs geschickt verpackt und mit der dicken Zeile „Versprochen ist versprochen!“ untermauert.

Halbwegs aufmerksame Verbraucher fallen auf derartig dumme Tricks heutzutage nicht mehr herein. Solche schon auf den ersten Blick dubiosen Schreiben landen umgehend im Papierkorb. Und dass immer mehr Menschen davor gewarnt werden, dafür sorgt gerne auch Ihre Sonntagszeitung. Versprochen ist versprochen!

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
25. Juli 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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