Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Die neue Sportstiftung im Landkreis Nienburg ist jetzt rechts- und handlungsfähig. Mit der Übergabe der Anerkennungsurkunde hat Regierungsvizepräsident Karl-Heinz Mönkemeyer gleichzeitig auch die bisherige Einzigartigkeit dieser Stiftung im Land Niedersachsen betont.

Einmal mehr hat der Landkreis Nienburg bewiesen, dass auch zwischen den Ballungsräumen gute Ideen geboren, aufgegriffen und in die Tat umgesetzt werden. Man darf gespannt sein, wann derartige regionale Sportstiftungen in anderen Landkreisen entstehen.

Lob und Anerkennung freuen Initiatoren und Gründungsstifter gleichermaßen, indes wird dadurch die Arbeit nicht erleichtert. Jetzt gilt es, weitere Stifter und Spender zu finden, die es ermöglichen, die bereits vorliegenden Förderungsanträge und -ideen tatsächlich zu unterstützen.

Die Sportstiftung hat es dabei ungleich schwerer als manche andere Einrichtung. Zwar wird der soziale und gesellschaftliche Wert des Sports immer wieder hervorgehoben, aber dass selbst ehrenamtliche Vereinsarbeit finanziert werden muss, weil neben äußerst geringen Personal- auch vielfältige Sachkosten anfallen, gerät dabei schnell ins Hintertreffen. Zudem geht es im Sport eher um die Finanzierung von dauerhaften Leistungen und weniger um einmalige Hilfen.

Zudem haben die Vereine und Verbände sicherlich damit zu kämpfen, dass es auch bezahlten Sport gibt. Von Formel 1 oder Bundesliga einmal abgesehen, die Tatsache, dass selbst im mittleren Leistungsbereich vornehmlich im Fußball schon recht ansehnliche Summen fließen, macht es einfach, dem Sport pauschal vorzuschlagen, doch erst einmal in den eigenen Kassen nach Mitteln zu suchen.

Das aber ist der falsche Ansatz. Die weitaus größere Zahl der Vereine lebt von der Hand in den Mund, kümmert sich mit großem Engagement und häufig ohne jegliche Gegenleistung um einen großen Teil der örtlichen Jugend. Im Vergleich zu vielen Clubs sind soziale Hilfsorganisationen häufig besser situiert und in der Lage, ihr segensreiches Wirken hauptamtlich begleiten zu lassen. Davon ist der Sport in diesem Landkreis noch weit entfernt.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
25. April 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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