Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Jahr für Jahr legt der Kreissportbund die Mitgliederzahlen der angeschlossenen Vereine auf den Tisch – und jedes Jahr wieder sind diese Zahlen beeindruckend. Rund 60.000 Menschen sind in den 209 angeschlossenen Vereine aktiv.

Der Wert des Sports und der Vereine für die Gesellschaft sind mittlerweile hinlänglich bekannt. Unumstritten ist die Bedeutung der Sportorganisationen im Hinblick auf eine kostengünstige Betreuung aller Altersgruppen. Keine Kommune und keine staatliche Institution ist in der Lage, soviel für die Gesellschaft bei einem derartig niedrigen Aufwand aus Steuergeldern zu bewirken.

Vereine – ob Sport oder mit anderer Ausrichtung – setzen sehr viel Engagement und Eigenmittel ein, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Noch immer hat dies für manche Zeitgenossen den Beigeschmack der „Vereinsmeierei“. Eine Mitgliedschaft im Sportverein wird aus Prinzip abgelehnt, lieber nutzt man vergleichbare Angebote mit viel höheren Kosten.

Bei Entscheidern in Politik und Verwaltung ist bei aller Anerkennung für das segensreiche Wirken von Vereinen nicht immer der Blick für eine Verhältnismäßigkeit gegeben. Gerade angesichts finanzieller Nöte in den Gemeindekassen und dem daraus resultierenden Zwang zur Streichung freiwilliger Leistungen wird (vor)schnell der Gedanke laut, man könne beispielsweise den Sport nicht ausklammern. An sich ist das richtig. Aber: Wurde am Sport im Vergleich zu anderen Bereichen nicht ohnehin schon immer gespart, weil die Vereine sich selbst um eine Finanzierung kümmerten? Was mag die öffentliche Hand wohl eine Stunde betreute Aktivität eines Jugendlichen in einem Sportverein kosten? Und wieviel kostet eine Stunde in einem Jugendhaus?

Die aktuellen KSB-Zahlen belegen einen leichten Rückgang - erstmals seit vielen Jahren. Das könnte ein Warnsignal sein, denn angesichts schlechter finanzieller Zeiten fehlt es manchen Vereinen an Sponsoren. Dies führt dazu, dass Angebote eventuell eingeschränkt werden. Wenn sich ein solcher Trend ausweitet, würde dies volkswirtschaftlich in einem Desaster enden.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
14. März 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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