Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Abfallgebühren und kein Ende - so mag man in diesen Wochen bei der Zeitungslektüre ebenso wie beim Gespräch im Supermarkt um die Ecke oder auch im trauten Familienkreis denken.

Auffallend ist, dass offenkundig erst mit dem Erhalten der Jahresabrechnung bei vielen Hausbesitzern, aber auch bei vielen Mietern, das Nachdenken über die zu Beginn vorigen Jahres eingeführten Mülltonnen und die daraus resultierenden Gebühren eingesetzt hat.

Die Diskussionen im Vorfeld und auch nach Erhalt der neuen Tonne waren zumeist geprägt von der Behauptung, Müllvermeidung werde bestraft, weil Mindestentleerungen festgesetzt wurde. Das ist und bleibt eine umstrittene These, weil andererseits immer schon eine Grundgebühr pro Haushalt bezahlt wurde.

Ohnehin hat der Landkreis reagiert und die Zahl der Mindestentleerungen für das Jahr 2004 gesenkt – und im gleichen Atemzug die Kosten pro Entleerung erhöht. So kommt eben schließlich doch die gleiche Summe heraus.

Ein Punkt der Gebührenordnung wird jetzt erst vielen Menschen bewusst – doch damit nicht verständlicher. Es dreht sich um die ungleiche Behandlung von Ein-Personen-Haushalten. Gibt es ein sogenanntes Ein-Personen-Grundstück, dann ist die Gebühr pro Leerung deutlich niedriger als bei einem Single-Haushalt in einem Mehrfamilienwohnhaus. Das ist wahrlich schwer zu vermitteln, weil dabei auch nicht auf die Größe der Wohnung geachtet wird. Einziges Mittel, das Mieter und Hausbesitzer haben, ist die mögliche gemeinsame Nutzung von Mülltonnen.

Bestes Beispiel: Zwei Alleinstehende in einem Haus mit zwei kleinen Wohnungen. Wenn sie sich die Tonne teilen, liegt die Mindestgebühr für beide zusammen genauso hoch wie für eine Tonne pro Wohnung. 50 Prozent gespart!

Es lohnt sich also wirklich, die Gebührenordnung genau zu studieren und ein bisschen zu rechnen. Wer es dann noch schafft, sich mit seinem Mitbewohner zu einigen, der hat gewonnen.

Einen Haken hat die Sache allerdings. Wenn überall die Rechen- und Sparkünstler zum Zuge kommen, dann wird das Gebührenaufkommen des Kreises sinken. Raten Sie mal, was dann bald ansteht. Richtig, eine Anpassung der Gebühren.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
8. Februar 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 02sec

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