Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Keiner Hausfrau und natürlich auch keinem Hausmann, ebenso weder Hobbyköchen noch -köchinnen sollte zu nahe getreten werden, als die HamS in der vorigen Ausgabe über vorbereitete Festtagsgerichte aus Fachgeschäften berichtete. Und dennoch führte der Bericht über die vielfach in Anspruch genommenen Dienste von Fleischereien bei einigen Leserinnen und Lesern zu einer sonntäglichen Verstimmung. Im Gespräch mit Hans-Hermann Hüppe, dem Obermeister der Fleischer-Innung, war herausgestellt worden, dass immer mehr Menschen gerade zu Festtagen darauf verzichten, stundenlang in der eigenen Küche zu stehen, um Familie, Verwandte oder Freunde zu bekochen.

Weder Hans-Hermann Hüppe noch die HamS wollten damit zum Ausdruck bringen, dass jene, die sich vorbereitete Gerichte an solchen Tagen munden lassen, grundsätzlich nicht mehr in der Lage seien, einen mehrgängigen Gaumenschmaus am heimischen Herd zuzubereiten. Vielmehr ging es vor allem um das Setzen unterschiedlicher Prioritäten einst und heute: Viele Hausfrauen wollen eben nicht mehr die Zeit investieren. Und in einigen Haushalten geben vielleicht auch die räumlichen und technischen Möglichkeiten der Küche oder die mangelnde Erfahrung mit derlei Gerichten den Ausschlag,

Es ist wie immer im Leben: Für die gleiche Entscheidung gibt es unterschiedlichste Gründe. Und das wurde am vorigen Sonntag auch berichtet. Weder Hans-Hermann Hüppe noch die HamS wollten den Eindruck erwecken, als würden alle, die ein vorbereitetes Gericht oder Menü im Fachgeschäft bestellen, nicht mehr selbst in der Lage sein, am heimischen Herd ihre Frau oder ihren Mann zu stehen.

Wer ins Restaurant geht oder einen Party-Service beauftragt, hat dafür in den allermeisten Fällen ganz andere Gründe.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
4. Januar 2004, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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