Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Eigentlich möchte man am liebsten gar nichts mehr davon hören. Kürzungen hier, Streichungen dort, Kommission X, Konzept Y, mit vermeintlich guten Ideen vorpreschen, schon am nächsten Tag wieder zurückrudern... Etliche haben die Nase voll von der Politik, wie sie nun schon seit Monaten auf Bundesebene praktiziert wird. Den Ehrgeiz, wenigstens so halbwegs auf dem Laufenden sein zu wollen, haben viele bereits aufgegeben, komplett durchzublicken gelingt nur noch den allerwenigsten. Viel zu groß ist mittlerweile das Wirrwarr aus Reformen und immer neuen Hiobsbotschaften. Jüngstes Beispiel: die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Nahezu 20 Prozent, prognostizieren die Wissenschaftler, alles bleibt wie es ist, die Ministerin. Man wird sehen... Umso erleichterter ist man dagegen, wenn inmitten all der lautstarken Diskussionen auch einmal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Da alle mittlerweile die Einsicht eint, dass es so, wie es ist, wirklich nicht weitergehen kann, hat doch tatsächlich am Freitag die Gesundheitsreform ihre letzte politische Hürde genommen. Schritt für Schritt treten damit Bestimmungen in Kraft, die sich in der Summe in der Tat im Geldbeutel jedes einzelnen bemerkbar machen. Aber sind die Einschränkungen für sich genommen wirklich so schlimm? Oder hat man sich bereits von der allgemeinen Hysterie anstecken lassen? Wird man durch eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal und Arzt wirklich ärmer? Oder führt diese Regelung nicht vielleicht doch dazu, dass es die ohnehin übervollen Arztpraxen in Stadt und Kreis und damit auch die Krankenkassen nur noch mit den Patienten zu tun bekommen, die wirklich krank sind und nicht nur deshalb im Wartezimmer sitzen, weil sie von ein bisschen Husten, Schnupfen oder Halskratzen geplagt werden? Dadurch wird nur dem Verschleppen von Krankheiten Vorschub geleistet, unken bereits die Lobbyisten. Man wird sehen...

Auf jeden Fall lädt schon seit Tagen die schönste Oktobersonne dazu ein, seine Abwehrkräfte durch die viel gepriesene Bewegung an der frischen Luft zu stärken. Entweder bei einem erholsamen Spaziergang. Oder bei der (leider) unvermeidlichen Gartenarbeit.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Edda Hagebölling

Zum Artikel

Erstellt:
19. Oktober 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 05sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.