Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Das war eine Hiobsbotschaft für die Region, die manchem die Freude am Altstadtfest ein wenig verhagelt haben dürfte: Die Landesregierung in Hannover hat beschlossen, Nienburgs Fachhochschule 2007 zu schließen.

Diese Nachricht hat Bestürzung ausgelöst. Nicht nur in der Stadt, sondern in der ganzen Region macht sich eine Mischung aus Enttäuschung, Verägerung, Unverständnis und sogar Wut breit. Schließlich gab es für die Arbeit der Fachhochschule immer wieder beste Noten. Aber was zählt das heute schon .....

Für die Region Nienburg ist dieser Plan ein herber Schlag: Vielfältige negative Auswirkungen sind zu erwarten. Angefangen von der Wirtschaftskraft, die mit der Fachhochschule verbunden ist. Umsätze im Einzelhandel und in der Gastronomie werden zwangsläufig wegfallen, mancher Vermieter wird plötzlich Leerstände zu verzeichnen haben.

Doch der Schaden ist größer: Es fehlen die Impulse, die von der Fachhochschule immer wieder ausgehen. Und die Stadt verliert natürlich auch an Reputation. Man ist eben kein Studienstandort mehr. Ganz zu schweigen von der Belebung für die Innenstadt, die zweifellos von jungen, durchaus gebildeten Menschen ausgeht. Da wird etwas fehlen.

Die Lage scheint (leider) aussichtslos. Einmal mehr hat sich erwiesen, dass Sparen für viele Leute Zentralisierung bedeutet. Ein schwerer Fehler, wie sich schon häufig gezeigt hat. Denn durch größere Einheiten, ob in Verwaltung, Bildung oder auch in Firmen, werden häufig Basisbezug und Flexibilität aufgegeben. Bürgerferne Wasserköpfe haben aber noch nie geholfen.

Und noch mehr beweist die blitzschnelle Entscheidung: Die Region Nienburg hat in Hannover keine Lobby, sie bekommt kaum Gehör. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht noch weitere bittere Pillen mit sich bringt.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
28. September 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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