Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Heute geht Nienburgs Herbstmarkt schon wieder zu Ende. Traditionell ist der Sonntag noch einmal Gelegenheit für alle Freunde von tollen Fahrgeschäften und allem anderen Budenzauber, sich nach Herzenslust in den Trubel zu stürzen. Gerade Familien nutzen den Sonntag, um gemeinsam den Budenzauber zu erleben.

Die beteiligten Schausteller setzen seit geraumer Zeit nicht nur auf ihre Angebote, sondern auch auf ein erhöhtes Sicherheitsgefühl bei den Marktbesuchern. Ein professioneller Ordnungsdienst sorgt dafür, dass die – nicht selten reale, häufig aber auch nur gefühlsmäßige – Bedrohung durch gewaltbereite Zeitgenossen erheblich gesunken ist. Das ist ein absolut richtiger Schritt.

Dennoch stimmt es bedenklich, dass Security-Dienste offensichtlich Hochkonjunktur haben. „Schwarze Sheriffs“ gehören nicht nur bei großen Popkonzerten oder in absoluten Brennpunkten dazu. So wie die Schausteller jetzt auf deren Dienste setzen, machen es viele andere Organisatoren sogar bei eigentlich internen Veranstaltungen auch. Selbst Sportvereine müssen neben ihren ehrenamtlichen Helfern auf derartige Profi-Dienste zurückgreifen, um Teilnehmer zu schützen. Bei Nienburgs größter Sportveranstaltung, dem Jugendturnier „Kleine Nienburgerin“, gehören geschulte Sicherheitskräfte mittlerweile unausweichlich dazu, um Übergriffe Einheimischer zu unterbinden. Und auch andere Klubs machen sich mit dem Gedanken vertraut, für Jubiläumsfeiern oder andere Anlässe derartige Aufträge zu vergeben.

Das ist doppelt traurig. Einerseits, weil es die nicht gerade prall gefüllten Vereinskassen erheblich belastet, andererseits, weil es ein wirklich bedenkliches Zeitzeichen ist. Schade!

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
14. September 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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