Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Die Polizei ist immer wieder bei Veranstaltungen mit vielen Menschen gefordert: Da gilt es, bei Großkonzerten oder bei Formel-1-Rennenden Verkehr zu lenken, rivalisierende Fans bei Fußball-Derbys voneinander zu trennen und zum Bahnhof zu geleiten, oder aber mitten im Publikum für Ordnung zu sorgen.

Das alles ist kein leichter Job – und vor allem eine teure Angelegenheit. Vertreter der Gewerkschaft der Pollizei (GdP) haben es jetzt auf den Punkt gebracht: Müssen derartige Einsätze eigentlich aus der Staatskasse bezahlt werden?

Zugegeben: Wenn über eine Abrechnung von Einsätzen der Polizei die Rede ist, dann würde künftig nach jedem Verkehrsunfall eine Rechnung ins Haus flattern, ebenso nach jedem Nachbarschaftsstreit oder einer handgreiflichen Auseinandersetzung bei einem Schützenfest. Bezahlen müssten die Kommunen, wenn an neuralgischen Punkten eine Ampel ausfällt und ein Schutzmann den Verkehr regeln müsste.

Sicherlich soll es soweit nicht kommen, denn der Verwaltungsaufwand für die Abrechnung und vor allem die Abgrenzung der Kosten wäre vermutlich viel zu hoch. Schließlich gibt es staatliche Einrichtungen wie die Polizei als gemeinschaftliche Leistung – und da müssen die Steuereinnahmen ausreichen.

Wenn es sich aber um wirklich große Ereignisse handelt, mit denen die Veranstalter letztlich nicht wenig Geld verdienen, dann wäre es – nicht nur zur Entlastung des Staatssäckls – durchaus eine Überlegung wert, per Gesetz die Kostenbeteiligung am Polizeieinsatz zu regeln.

Schließlich werden bei Konzerten, bei der Formel 1 oder auch in der Fußball-Bundesliga erhebliche Summen für die Akteure ausgeschüttet. Da müsste es doch wirklich möglich sein, eine für den öffentlichen Geldbeutel akzeptable Lösung zu finden.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

Zum Artikel

Erstellt:
3. August 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.