Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Blitz und Donner gab es in den vergangenen Tagen ein ums andere Mal in der Mittelweserregion. Und nicht immer blieben die Gewitter folgenlos.

Ein Blitz schlug in der Nienburger Alpheide in ein Mehrfamilienhaus ein, so dass die Feuerwehr ausrücken musste. Fast zeitgleich entlud sich die geballte elektrische Kraft in Erichshagen. Wie schon häufig erwischte es die Kabel der Telekom – doch in diesem Fall mit erheblicher Wirkung. Über das Telefonnetz wurden in mehreren benachbarten Straßen etliche Telefone und Anlagen in Mitleidenschaft gezogen.

Was noch viel schlimmer für die betroffenen war: Tagelang war die Leitung defekt, weder Telefon noch Fax oder Internetzugang waren möglich. Immer wieder entdeckten die Fachkräfte bei dem Versuch, die Leitung zu reparieren, neue Lecks in den Erdkabeln. Hier hatte die Natur ganze Arbeit geleistet und die Kabel regelrecht „zerfetzt“.

In einer solchen Situation wird erst so richtig deutlich, wie stark die moderne Kommunikationstechnologie unser Leben bestimmt. Der Griff zum Telefon ist ein Automatismus, der für uns zum Alltag gehört. Obwohl man weiß, dass die Leitung tot ist, erwischt man sich gleich mehrere Male dabei, zum Hörer zu greifen – und ihn mit einem Seufzer wieder wegzulegen.

Wer selbst telefonieren will, kann heute fast immer aufs Handy zurückgreifen, denn ein Mobiltelefon existiert mittlerweile in den meisten Familien. Aber Faxe können ebenso wenig empfangen werden wie E-Mails, die für viele Menschen heute ein häufig gebrauchtes Medium sind. Wenn der Absender dann keine Antwort erhält, wundert er sich schon; möglicherweise geht sogar das eine oder andere Geschäft „den Bach herunter“, weil der Adressat nicht antwortet. Denn der Absender rechnet kaum damit, dass die ausbleibende Antwort ganz simple technische Gründe hat. Zu selbstverständlich sind diese Kommunikationswege heutzutage. Oder hätten Sie gedacht, dass nach einem Blitzeinschlag gleich für mehrere Tage die Leitungen gekappt sind?

Einen schönen Sonntag ohne Blitz und Donner wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

Zum Artikel

Erstellt:
27. Juli 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 00sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.