Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

„Es sah einfach schlimm aus“, so eine Leserin gegenüber der „HamS“. Sie hatte sich am Mittwoch Nachmittag über den Zustand des Weserwalls in Nienburg aufgeregt. So wie ihr erging es vielen, die die Hinterlassenschaften von mehreren hundert Schülerinnen und Schülern erblickten.

„School’s out-Party“, das ist seit mindestens 30 Jahren ein Ritual in Nienburg _ immer dann, wenn es Zeugnisse gegeben hat in besonders großem Umfang.

Was einst mit einer Handvoll Gymnasiasten in den 70er Jahren begann, ist längst zu einer festen Einrichtung geworden. Nicht für alle, aber doch für eine große Zahl von Jugendlichen. Und sicherlich sind es auch nicht alle, die am Weserwall dem Alkohol „bis zum Stillstand der Pupillen“ zusprechen, aber jene, für die das zutrifft, bringen alle anderen mit in Verruf.

In Zeiten, in denen Krieg leider immer noch zum Alltag auf dieser Erde gehört, ist es eigentlich unpassend, den Begriff „Schlachtfeld“ zu verwenden. Die deutsche Sprache hat allerdings kaum eine besser verständliche Umschreibung für den Zustand, in dem sich der Weserwall am Mittwoch offenkundig befunden hat. Leere Flaschen, Verpackungen und andere Reste überall - kein wahrlich schöner Anblick.

Zugegeben: Wo viele Menschen zusammenkommen und feiern, da bleibt am Ende viel Arbeit für die Müllabfuhr, in Nienburg für den städtischen Baubetriebshof. In dieser Hinsicht ist das Altstadtfest unerreichtes Beispiel. Doch auch die Wall-Party ist diesbezüglich nicht von schlechten Eltern. Leider.

Vielleicht wäre es aber künftig möglich, die Müllflut am Wall etwas einzudämmen. Warum werden nicht schon vorsorglich zusätzliche Abfallkörbe in ausreichender Zahl verteilt. Denn dass die feiernden Jugendlichen kommen werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Zumindest einen Versuch wäre es wert.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
13. Juli 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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