Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Nienburgs Polizei hat am vorigen Wochenende einen „sehr guten Job“ gemacht und damit erheblich zum Imagegewinn für die Kreisstadt beigetragen, so jedenfalls unterstreichen es viele, die rund um das große Jugendvolleyballturnier „Kleine Nienburgerin“ davon betroffen waren.

Durch häufige Präsenz und vor allem schnelles Eingreifen im Bedarfsfall haben die Beamten dafür gesorgt, dass die Gefährdung der rund 1700 Jugendlichen und ihrer Betreuer auf ein Mindestmaß beschränkt wurde. Leider kann nicht verleugnet werden, dass am Rande einer solchen Veranstaltung Gewalt und auch Diebstahl dazugehören. Wohlgemerkt: Nicht von den Teilnehmern geht hier eine Gefährdung aus, sondern von zumeist einschlägig bekannten Gruppen aus der Region.

Schon seit Jahren setzen die Verantwortlichen auf einen professionellen Sicherheitsdienst, der die zentralen Veranstaltungsorte schützt. Dies wurde notwendig, nachdem heimische Schläger einen ehrenamtlichen Helfer krankenhausreif geprügelt hatten. Und auch dieser Security-Dienst ist allein nicht mehr in der Lage, dauerhaften Schutz zu garantieren. Der Einsatz der Polizei, die häufige Präsenz und das schnelle Eingreifen haben allerdings ihre Wirkung nicht verfehlt. Der hohe Aufwand für die Sicherheit scheint gerechtfertigt, denn Schlimmes ereignete sich am vorigen Wochenende nicht.

Nur so könne man mittlerweile gewalttätigen Auseinandersetzungen vorbeugen, betont auch die heimische Polizei. Und das alles nur, weil es offensichtlich immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene gibt, die sich an die Spielregeln eines Miteinanders in unserer Gesellschaft nicht halten wollen, die den Streit sogar ganz bewusst suchen.

Das ist schlimm, denn es kostet auch Steuergelder. Zumal für viele andere – vom Ergebnis her doch wohl eher zu überprüfende – Maßnahmen zur Eingliederung dieser Klientel ohnehin schon große Summen ausgegeben werden.

Der Aufwand für jene, die nicht bereit sind, sich an Normen und Spielregeln zu halten, ist leider ungleich größer als jener, der für „normale“ Jugendliche betrieben wird, beispielsweise für den Nachwuchs in Vereinen. Das ist schade.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
22. Juni 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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