Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Einigkeit macht stark - wieviel Wahres in diesem Sprichwort steckt, wissen wir alle. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Nienburger Geschäftswelt auf die Tugend „Einigkeit“ im Wettstreit mit anderen Einkaufsstädten setzen will.

Die Öffnungszeiten in Nienburg sollen (endlich) vereinheitlicht werden. Das neue Ladenschlussgesetz mit seiner erheblichen größeren Freizügigkeit zwingt dazu, sich dem Wettbewerb mit anderen Orten und vor allen den Großstädten und dem Einkaufsmagneten Dodenhof zu stellen. Längere Öffnungszeiten sind offenkundig nicht das Wunschziel der Nienburger Geschäftsleute, schon gar nicht der kleineren und mittleren Firmen. Sie alle fürchten höhere Kosten und keine zusätzlichen Erlöse. Um es auf den Punkt zu bringen: Mit dem neuen Ladenschlussgesetz hat der Gesetzgeber den meisten kleineren Betrieben eine dicke Nuss zu knacken gegeben.

Doch es gilt eben, aus der Not eine Tugend zu machen. Nicht „auf Teufel komm heraus“ mit den Ketten und den Großstädten wetteifern. Aber um 14 Uhr zu schließen, wenn in den Ballungszentren Shopping bis 18 Uhr möglich ist, wäre fast schon eine Aufforderung an potentielle Kunden, sich auch einmal auf den Weg in andere Orte zu machen.

Die jetzt festgelegte Marschroute erscheint sinnvoll. Von 9.00 bis 18.30 Uhr wochentags und sonnabends von 9.00 bis 16 Uhr geöffnet zu haben, und das rund ums Jahr - damit wäre Nienburg eine „verlässliche Einkaufsstadt“. Allerdings nur, wenn zumindest ein Großteil der Geschäfte mitzieht. An eine hundertprozentige Beteiligung mag ohnehin niemand denken.

Jetzt gilt es, wirklich Einigkeit zu zeigen. Eigene Interessen und vielleicht auch wirtschaftliche Bedenken wegen steigender Kosten müssen für eine gemeinsame Strategie ins zweite Glied treten, sonst wird jede gemeinsame Marketingstrategie verpuffen.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
8. Juni 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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