Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Schöner kann es im Urlaub nicht sein – diese Meinung ist derzeit immer wieder zu hören. Kein Wunder, wenn uns Petrus mit herrlich blauem Himmel, sommerlichen Temperaturen und vor allem angenehmer Luftfeuchtigkeit verwöhnt.

Obwohl in der Mittelweserregion etwas länger auf den wolkenlosen Himmel gewartet werden musste, ab Himmelfahrt präsentierte sich das Wetter von seiner besten Seite. Das lockte natürlich die Radfahrer zu Tausenden in die Natur.

Diese sommerliche Phase wird auch Aufschluss darüber geben können, wie es mit der Zukunft der Freibäder im Kreis aussieht. Überall wurde geputzt, renoviert oder vielfach sogar umgestaltet. Die in aller Regel defizitären Bäder sollen die kommunalen Haushalte so wenig wie möglich belasten. So gibt es Trägermodelle wie mit dem Förderverein Freibad Holtorf oder eine Umgestaltung als weniger kostenintensives Naturbad.

Doch der Erfolg aller Modelle und Ideen hängt einzig und allein davon ab, ob es die Menschen in die Bäder zieht. Und daran bestehen mittlerweile erhebliche Zweifel. Die Zeiten, als bei sommerlichen Temperaturen Bäder fast wegen Überfüllung geschlossen wurden, sind längst vorbei. Zu vielfältig sind heute die Freizeitangebote. Noch vor zwei Jahrzehnten war es eher die Ausnahme, dass Kinder und Jugendliche bei schönem Wetter nachmittags nicht in die Freibäder gingen. Das ist heute anders. Und auf dieses veränderte Freizeitverhalten sind die Sorgen und Nöte der Badbetreiber zu einem großen Teil zurückzuführen.

Engagierte Menschen tun in zahlreichen Orten des Kreises sehr viel für den Erhalt der Bäder. Ob sich ihr Einsatz lohnt, darüber entscheiden die Menschen. Nur wenn die Besucherzahlen stimmen, lassen sich die Bäder halten.

Es ist also im besten Sinne des Wortes eine Abstimmung mit den Füßen. Und eine Schönwetterperiode wie jetzt dürfte bestens geeignet sein, Aufschlüsse über das grundsätzliche Interesse an Bädern zu geben. Denn nicht einmal das Ferien-Argument greift bei schwachem Zuspruch. Familien sind derzeit nicht im Urlaub.

Wer also für den Erhalt der Bäder ist, der kann heute abstimmen: Nicht mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel, sondern mit dem Lösen einer Eintrittskarte.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
1. Juni 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 04sec

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