Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Mit dem ausgehenden Winter kehrt allerorten eine fast schon traditionelle Hektik ein. Der Frühjahrsputz in den Gärten und in den Häusern beginnt, auf den - zugegebenermaßen leider wenigen - Baustellen tut sich wieder deutlich mehr. Selbst monatelang auf Eis gelegte Maßnahmen an den Straßen werden jetzt wieder in Angriff genommen oder fertig gestellt. Beispiel dafür ist die Nienburger Ortsumgehung.

Doch nicht nur Handwerkliches wird derzeit wieder vermehrt in Angriff genommen. Der März ist auch die Zeit für Versammlungen, Besprechungen und Tagungen. Nach Weihnachten und Jahreswechsel haben viele Menschen her die Ruhe genossen. Doch jetzt haben sich die zu erledigenden Dinge aufgestaut, müssen Vereinsvorstände, Räte oder andere Arbeitsgruppen wieder Entscheidungen treffen.

Da kann es schon passieren, dass zwei Wochen lang jeden Tag eine andere Sitzung auf dem Abendprogramm steht. Nichts ist es mit Restaurantbesuch, Puschenkino oder sportlicher Aktivität. Es heißt tagen, debattieren, abstimmen und Entscheidungen treffen.

Nun mag mancher sagen, was müssen diese Vereinsmeier auch von einer zur nächsten Versammlung rennen. Na ja, ohne diese „Vereinsmeier“ gäbe es kaum öffentliches Leben – und das nicht erst seit die kommunalen Kassen knapp geworden sind. Ob Sportverein, Feuerwehr oder Gewerbeverein – sie alle erfüllen ihren Zweck und sind nicht zu ersetzen.

Vielmehr muss man sich fragen, warum manche Leute so gar nichts mit Vereinen und Verbänden am Hut haben. Ist es nicht gerade dieses Desinteresse, was viele Ideen im Keim ersticken oder unbezahlbar werden lässt. Fehlt es nicht gerade wegen dieser „Verweigerer“ den Motivierten an neuem Antrieb und den Kassen an den notwendigen Mitteln?

Der Ruf nach der öffentlichen Hand ist da schnell in den Raum geworfen. Und wenn die Gelder nicht mehr fließen, dann lässt sich ja auch leicht auf die Regierungen schimpfen.

Pro „Verweigerer“ zehn Euro pro Monat als Spende oder Vereinsbeitrag – die ehrenamtlichen Organisationen würden manches zusätzlich anpacken können.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
9. März 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 00sec

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